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DAO – KOCHZYKLUS

Seit einigen Jahren gibt es bei mir mehrmals im Jahr Kochseminare mit  Menüs. die an die Jahreszeit angepaßt sind. Dies allein ist inzwischen nichts Besonderes mehr, haben doch viele Köche erkannt, wie gut das Essen damit wird. Wir allerdings kochen dabei im Dao -Zyklus. Selbst in China,  wird und wurde dieses Verfahren selten angewendet.  Ebenso wie bestimmte Heilmethoden  oder Übungen aus Kampfkunst und Qigong  firmiert der Dao- Kochzyklus unter “ Geheimwissen“ und ist nur Fortgeschrittenen bekannt.

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In Europa gibt es in der modernen Ernährungslehre und Kochkunst zunehmend Bestrebungen, die Vielfalt der Lebensmittel mit ökologischen und naturnahen  Kochmethoden zu verbinden. Dabei fließen auch Erkenntnisse aus heutigen und früheren Heilmethoden ein, um das Essen für den Alltag besser bekömmlich und unkomplizierter zu gestalten. Was früher eher unschlüssig beäugt, gar abwertend betrachtet wurde, ist heute „in“. Sogar veganes Essen ist inzwischen salonfähig geworden und gar nicht mehr langweilig und „Grünfutter“. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es wenig Einschränkungen, was die Wahl der Lebensmittel betrifft. Pflanzliche und tierische Rohstoffe werden als gleichwertig und wertvoll angesehen.  Dies rührt aus der Erkenntis her, dass jede Zutat ihre ganz eigene Wirkung auf unseren Organuismus hat und nichts „gut“ oder „böse“ ist. Auch in Europa gab es schon früh diese Ansicht z.B. bei Paracelsus, der sinngemäß sagte, dass  die Dosis entscheidend sei, ob ein Stoff Arzneimittel ist oder Gift. Genau so sehe ich dies bei Lebensmitteln auch. Die Menge machts! Jeder Mensch hat einen anderen Bedarf der abhängig vom Lebensalter, der Verfassung des Organismus und seiner aktuellen Gesundheitslage ist. Deshalb möchte ich auch nichts Essbares aussondern, sondern  zu einem Umgang mit Essen raten, der sich immer wieder anpassen sollte. Ganz sicher ändern sich unsere Ansichten zur gesunden Ernährung laufend, aber einige Grundzüge haben sich bewährt.

1. vorwiegend pflanzliche Ernährung hält den Körper fitter und beweglicher

2. jahreszeitliche Zutaten sind frischer, bekömmlicher undversorgen besser

3. an die Klimazone angepaßte Lebensmittel machen weniger Nebenwirkung

Mir ist der DAO -Kochzyklus  vor etwa 20 Jahren bei der Beschäftigung mit der TCM begegnet. Ich fand heraus, dass die tägliche Nahrung damit besser wird, ohne dass ich  zusätzlichen Aufwand betreiben mußte.  Meine Sicht auf Zusammensetzung und Zubereitungsmethoden hat sich grundlegend verändert. Ich koche heute einfacher, näher am Angebot der Jahreszeiten und sicher durch die Beschäftigung mit den Zutaten auch vielfältiger und kreativer, als vorher.  Durch die Sicht der TCM auf die Gleichwertigkeit der Lebensmittel kann ich  relativ frei von Konzepten  kochen. Meist vegetarisch, aber manchmal kommt euch Reh oder Huhn in den Topf.

Was ist das Wesentliche  des DAO-Kochzyklus?

1. alle Lebensmittel sind einer der fünf Wandlungsphasen zugeordnet.

Holz = säuerlicher Geschmack – zusammenziehend

Feuer = bitterer Geschmack – nach unten leitend

Erde = süßlicher Geschmack – stabilisierend

Metall = scharfer Geschmack – nach oben leitend

Wasser = salziger Geschmack – aufweichend, adstringierend

 

2.Die Zutaten kommen in einer bestimmten Reihenfolge in den Topf 

Wasser – Holz – Feuer – Metall – Wasser – usw…

 

3. jeder Bestandteil der Rezeptur wird einzeln zugefügt und umgerührt

Daneben gibt es vielfältige Verfeinerungen, wie das Vorbereiten der Zutaten mit einer bestimmten Schnitt-Technik oder das Durchlaufen mehrerer Zyklen, um das Essen energetisch noch mehr aufzupeppen.  Eine therapeutische Anwendung des DAO – Kochzyklus berücksichtigt zusätzlich die Wirkrichtung der Speisen die Wirksamkeit der Zutaten auf erkrankte Organsysteme und die Transportwege der umgewandelten Energien.

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Jahr der Wasserschlange 2013

Heute beginnt  in China  das neue Jahr. Es löst das Jahr des Wasser-Drachen ab, der mit großen freiwerdenden Energien, mit Neuanfang, Kraft und Stärke assoziert wird, aber auch mit Umbruch und ungestümen Entwicklungen. Nach dem I Ging ( Buch der Wandlungen)  beginnt nun  im 60 – Jahre Zyklus das Jahr der Wasserschlange. Was sagt das aus?

Die Schlange als Symbol für Milz-Pankreas und dem Yin – Aspekt der Erde in der chinesischen Medizin läßt Schlüsse zu auf geundheitliche Entwicklungen. Diese Jahresenergie der Wasser-Schlange tonisiert  den gesamten Funktionskreis Milz-Pankreas. Das kommt den Menschen zugute, die dort eine Schwäche haben. Ist jedoch ohnehin schon ein Stau vorhanden, können Schwierigkeiten auftreten. In geistig – seelischer  Hinsicht kann  in diesem Jahr Aufrichtigkeit, Anständigkeit, Fürsorglichkeit und Vernuft empfohlen werden. In Verbindung Erde mit Wasser ist es möglich, Vorhaben und Lebensumstände auch auf der intuitiven Weise zu durchschauen und zu entscheiden.

Wasserschlange 2013

Erde und Wasser

das ist der vorgeburtliche Aspekt ( Wasser z.B. Erbanlagen)  und der nachgeburtliche  Aspekt ( Erde, Realität) in unserem Leben, den es zu verbinden gilt.  Zum Beispiel das Vorhandene mit neuen Ideen und Vorstellungen zu verwandeln und  weiter zu entwickeln.  Wir erschaffen  in unserem eigenen lebenslangen Prozess unsere eigene subjektive Realität . Ein weiser, großer Mensch entsteht durch  die Verknüpfung von Wasser und Erde in uns.

I Ging

Das Hexagramm für 2013 ist die Nr 16       Yü – die Begeisterung

oben der Dschen, das Erregende  unten Kun, das Empfangende, die Erde

Das Bild:

Der Donner kommt aus der Erde hervorgetönt:

das Bild der Begeisterung.

So machten die alten Könige Musik,

und brachten sie herrlich dem höchsten Gotte dar,

indem sie ihre Ahnen dazu einluden.

aus: I ging, Text und Materialien übersetzt von Richard Wilhelm, Diederichs Gelbe Reihe