Schlagwort-Archive: Tee

Ackerschachtelhalm Zubereitung und Anwendung

Pixybay

Der Ackerschachtelhalm / Zinnkraut (so genannt, weil die siliciumhaltigen Stengel früher zum Putzen des Zinngeschirrs verwendet wurden) ist eine altbekannte Heilpflanze, die auch heute noch vielseitige Verwendung findet. Wichtig ist zu wissen, dass sie eine ambivalente Wirkung hat: ausscheidend und aufbauend. Entscheidend für die Wirkung der Pflanze ist ihre Zubereitung.

Als getrocknetes Kraut aus zertifizierter Herkunft wird Herba Equisetae aufgebrüht und dient zur Anregung von Blase und Niere. Dadurch sorgt es für eine erhöhte Ausscheidung von Flüssigkeiten über diese Systeme. Dabei werden neben Harnstoff und anderen Stoffwechselprozessen auch Mineralien ausgeschieden. Für eine milde Teekur mit Ackerschachtelhalm ist die  Dosierung für einen Erwachsenen: 1-2 Teelöffel auf 200 ml Wasser. 10-12 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann den Tee abgießen und körperwarm trinken. Vorzugsweise am Morgen über 3-4 Wochen.

Als getrocknete und pulverisierte Pflanze eingenommen kann der Ackerschachtelhalm unserem Organismus Mineralien, besonders Silicium zuführen. Die empfohlene Dosis für die Anwendung von Schachtelhalmpulver ist: zu jeder Mahlzeit eine Messerspitze zusammen mit dem Essen einnehmen über mindestens 8 Wochen, besser sind 3 Monate. Die Kur kann nach einem Vierteljahr wiederholt werden.

Zuletzt möchte ich noch eine Anwendung besprechen, die sich in meiner Praxis bewährt hat.  Der Ackerschachtelhalm ist auch bekannt für seine äußere aufbauende Wirkung bei Schrunden, Rissen und anderen Hautproblemen, denen substanzverminderende Ursachen zugrunde liegen. Als Salbenzubereitung am besten mehrmals am Tag dünn auftragen. Zusätzlich kann in der Nacht ein Salbenverband gemacht werden. 

Rezept für die Salbe aus dem Ackerschachtelhalm: 50 gr getrocknetes, zerkleinertes Ackerschachtelhalmkraut in einen Topf geben, soviel Olivenöl dazu geben, dass die Pflanzenanteile sich locker darin bewegen können. Alles im Ofen bei einer Temperatur von 50-60°C einen halben Tag ziehen lassen, ab und zu umrühren. Dann das Öl abgießen und die Kräuter zusätzlich gut ins Öl ausdrücken. Das so gewonnene Kräuteröl abmessen und in einem Verhältnis von 1:10 mit Bienenwachs mischen (100 gr. Öl auf 10 gr. Bienenwachs). Beides zusammen noch einmal leicht erwärmen, bis sich das Wachs gelöst hat und noch warm in kleine Dosen oder clic-Gläschen füllen. Möglichst luftdicht verschließen. Im Kühlschrank hält sich die Salbe etwa ein Jahr.

 

 

Werbeanzeigen

Kaffee, Tee und Kakao aus Sicht der TCM

Zuerst die gute Nachricht: aus Sicht der TCM ist es möglich, Kaffee, Tee und Kakao so herzustellen, dass diese Getränke mit ruhigem Gewissen in Maßen getrunken werden können! Es gibt kaum ein gebräuchliches Lebensmittel, dass bei mäßigem Gebrauch schädlich ist – bekanntlich macht allein die Dosis das Gift.  Allerdings: diese Getränke sind nicht für Jedermann zu jedem Zeitpunkt geeignet. Wichtig beim Gebrauch dieser Genussmittel sind die Fragen:  wo befindet sich der Mensch (Wetter, Klima, Jahreszeit), was kommt rein (Zutaten), wie ist die Verdauung,  und in wer nimmt es zu sich (Alter, gesundheitlich-energetische Verfassung).  Da viele meiner Patienten gern Kaffee und Tee trinken und besonders die Kinder auch Kakao, hier ein paar Anregungen:

dscf0631

Kaffee – bekömmlich und traditionell gekocht: Dazu brauchen Sie einen kleinen Topf, in dem 1-2 Tassen kaltes Wasser  zum Kochen gebracht werden. Wenn das Wasser sprudelt, den Topf vom Feuer ziehen, pro Tasse 2 gestrichene Teelöffel fein gemahlenes Kaffeepulver (F) einrühren, alles 2-3 mal kurz aufkochen, dabei umrühren. Dann nacheinander unter Rühren zufügen: E: 1-2 TL Zucker, M: 1-2 Cardamonkapseln gemörsert, W: 1 pr Salz. Zum Schluss noch einmal aufkochen, umrühren, absieben und in vorgewärmte Tassen füllen und genießen.

Gut: maximal 1-2 Tassen pro Tag für Erwachsene, nach dem Essen, um die Verdauung mild zu befördern (Bitterstoffe) nicht geeignet für: Menschen mit unruhigem Schlaf, trockener Haut, Untergewicht, Heranwachsende

dscf0632

Kakao  – immunstärkend und nährend: In einem kleinen Topf Wasser in gewünschter Menge erhitzen, darin pro Tasse 1 TL Kakaopulver (F) aufschäumen, dann nacheinander zufügen: E: Honig, Ahornsirup, Rohrzucker nach Geschmack, etwas erwärmte Sahne oder Hafermilch, M: etwas Zimtrinde , 1 Gewürznelke, W: 1 Pr Salz. Jeweils zwischen den einzelnen Wandlungphasen (E, M, W) die Flüssigkeit aufkochen lassen und umrühren. Zum Schluss ebenfalls durch ein Sieb in eine vorgewärmte Tasse gießen und genießen.

Gut: 1-2 Tassen pro Tag für Kinder und Erwachsene, die nicht an Übergewicht leiden, schlaffördernd, beruhigend, wärmend

dscf0633

Schwarztee und Grüntee – sollten zum täglichen Gebrauch an die Jahreszeit angepasst werden.  Jeder Tee ist ein Ergebnis eines Aufgusses aus Einzelpflanzen oder einer Pflanzen- Mischung. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Wirksprektrum. Schwarztees und noch mehr Grüntees wirken in unserem Körper – auch, wenn sie heiß getrunken werden – abkühlend und ableitend. Jeder kann bemerken, dass sich nach dem Teegenuss die Harnflut erhöht. Auch chronisch kalte Hände und Füße können, besonders bei Kälte, mit regelmäßigem, in großen Mengen genossenem Tee zusammenhängen. Da Grüntee extrem abkühlend ist, eignet sich Schwarztee durch seine Fermentierung eher als Grüntee, im Winter getrunken zu werden. Wenn man sich für Tee entscheidet, dann kann die abkühlende Wirkung bei kaltem Wetter mit folgenden Zusätzen gemildert werden: Chili, Zimt, Nelken, Ingwer getrocknet und Fenchelsamen. Im Sommer kann die kühlende Wirkung der Schwarz- und Grüntees durch Zusatz von Minze Zitronen-  oder Orangensaft noch erhöht werden.