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Wintergemüse süß-sauer

Wie es im Leben manchmal so ist: man will das Eine und bekommt statt dessen das Andere – oft ist das Andere sogar besser…                                                 

Heute wollte ich  eine Suppe kochen und raus kam das Wintergemüse. Eigentlich nur, weil ich diese schöne bunte Gemüse-Mischung nicht pürieren wollte. Der vorübergehende Bewohner des Gartenhäuschens guckte erst mal ein bisschen kritisch, aber fand dann die Ergänzung mit Brathering ganz lecker. Echt norddeutsch meinte er – erinnert an Labskaus. Um die Liste der ungewöhnlichen Kombinationen voll zu machen, empfehlen wir nachtischlich einen schönen Espresso  zusammen mit den ersten winterlichen Printen genüßlich zurücksinkend auf dem Sofa zu verspeisen .-)

E             3-4 EL Bratöl im Topf erwärmen

M-> E    1 Lauchstange in feine Scheiben schneiden, andünsten

E             1 mittelgroße rote Bete, würfeln, 5 kleine Kartoffeln halbieren, in halbmondförmige Scheiben schneiden,  1/2 sehr kleinen Hokkaido putzen, würfeln, 2 mittelgroße Möhren klein schneiden, alles zusammen in den Topf geben, etwas andünsten, dabei gut umrühren

M           ein daumengroßes Stück frischen Ingwer schälen, fein würfeln, 1/2 Chilischote putzen, sehr fein schneiden, zum Gemüse geben, umrühren

W          1/2 TL Salz unterrühren

H         einen sehr kleinen Apfel, würfeln, unter das Gemüse rühren

F        knapp  1/4 l Quittensaft dazu geben, auf kleiner Flamme  zugedeckt bissfest garen.

TIPP: Ersatz für Qittensaft könnte verdünnter Rotwein oder Granatapfelsaft sein,

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Gutes aus Quitten

Diesmal fragte ich meinen klugen Freund Klausbernd, woher der außergewöhnliche Name der Quitte kommt und was es sonst noch so damit auf sich hat. Hier das Ergebnis – ein kleiner Exkurs in Sachen QUITTE:

Das Wort „Quitte“ stammt von der griechischen Stadt Kydonia (heute Chania, im Nordwesten Kretas). Sie ist der Namensgeber für die Marmelade (portugiesisch „marmelo“ für Quitte, was auf das griechische„melimelon“ zurückgeht).

Die apfelähnliche Quitte ist heute selten geworden; sie symbolisiert „die gute alte Zeit“ und Naturnähe.

In der Antike war sie ein Symbol für Liebesglück und Fruchtbarkeit. Jede Braut musste in Athen auf ihrer Türschwelle eine Quitte verspeisen.

(aus: Vollmar, Klausbernd: Welt der Symbole)

Die ersten Quitten 2012 sind da – Große Begeisterung!

Qiuitten verarbeiten.

Quitten mit einem Tuch abreiben, um den Flaum auf der Oberfläche zu entfernen. Ich nehme manchmal auch die Gemüsebürste und rubble die Früchte einfach unter fließendenm Wasser ab, besonders dann, wenn sie von den ersten Herbststürmen  auf dem Gartenboden geweht wurden.  Dann den Stiel, den Blütenansatz und das Kerngehäuse entfernen und klein schneiden – das scheint manchmal etwas mühsam, lohnt sich aber. Warum?  Neben dem Saft entsteht ein Quittenmus, das gleich püriert und weiterverarbeitet werden kann zu Marmelade, Dessert und dem berühmten “ Quittenbrot“. Als Nächstes koche ich die Quittenstücke im Topf etwas 45- 50  knapp mit wasser bedeckt, bis sie schön weich sind. Gerne lasse ich den Topf eingeStunden zugedeckt abkühlen. So verstärkt sich das Aroma und es gibt einen kräftigere Farbe. Dann kann der Saft gewonnen werden, indem entweder durch ein Tuch oder durch ein Sieb abgefiltert wird. Je weniger gedrückt wird und ja mehr Zeit zum ablaufen eingepalnt wird. desteo klarer ist der Saft.  Den Saft weiterverarbeiten  Quittengelee  oder zu Quittenlikör. Zur späteren Verwendung nochmals erhitzen, sofort in heiß ausgespülten Clic- Gläser oder Flaschenfüllen und  fest verschließen.. Das Fruchtmus  durchgerührt  oder mit dem Zauberstab püriert weiterverwenden zu Kuchenfüllungen oder Quittenbrot.

TIPP:  den Saft pur mit Mineralwasser / Sekt genießen

und noch was ganz Leckeres: Qittenschaum

H   1/4 l Weißwein         erwärmen und nacheinander dazu geben:

F   500 gr. Quitten        abreiben entkernen, putzen, evtl schälen, stückeln

E   1-2 EL Rohrzucker

M   Zimtpulver               nach Geschmack 1/4 – 1 TL

W  ggf etwas Wasser

Etwa 40 min auf kleiner Flamme sehr weich kochen, fein pürieren. Nach dem Abkühlen 150 ml geschlagene Sahne unterheben, mit Quittengelee und Sahnehäubchen servieren

Linsensuppe mit Curry und Quittensaft

das sind die Linsen garniert mit Rucola – hmm fertig zum Löffeln 🙂

E       2 EL Öl                               im Topf erwärmen

E       2-3 Möhren                     putzen, grob hobeln, in den Topf geben

M      1 Lauchstange               in Scheiben schneiden, zu den Möhren geben

M      2 EL Currypulver        darüber stäuben, umrühren

W      500 gr rote Linsen      in das Gemüse geben, 2-3 min rühren

W      2 l Gemüsebrühe          zugießen, aufkochen, Deckel auf den Topf

Bei kleiner Flamme ca 15-20 min köcheln, dann 200 ml Quittensaft unterrühren

Fertig! – schmeckt sehr gut mit klein geschnittenem frischen Rucola als Garnitur