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Tarte mit Lemon-Löwenzahncreme und Baiser


Ende April bis Anfang Mai gehen jedes Jahr viele kleine Sonnen in den Wiesen auf. Es ist der Löwenzahn, der sehr nützlich für die Kräuterheilkunde ist. Neben der therapeutischen Anwendung ist er aber auch köstlich in der Küche. Immer wieder gut: Blütenköpfchen, die noch nicht aufgegangen sind, mit Olivenöl leicht anbraten oder die frischen Blätter mit in den Salat schneiden. Ich habe dieses Jahr unsere Beltane-Torte mit Löwenzahn verfeinert. Inspiriert hat mich die englische Lemon-Tarte, die dort sehr oft als Dessert gereicht wird. Hier besonders für meine Hexen-Schwestern und alle anderen Freunde das Rezept.
Für den Teig:
E 125 gr kalte gewürfelte Butter, 250 gr Mehl, 1 TL Zucker,
M 1 Pr Zimt
W Salz, 2-3 EL kaltes Wasser
Möglichst am Vortag zubereiten und über Nacht kühlen, ist das nicht möglich, mindestens 30 min. kalt stellen. Die Zutaten nacheinander zu einem geschmeidigen Teig kneten und zu einer Kugel formen, in einer Schüssel abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Nach der Kühlung eine gefettete und gebröselte Springform so auslegen, dass ein 2-3 cm hoher Rand entsteht. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 20 min backen, bis der Teig eine goldgelbe Farbe angenommen hat und in der Form auskühlen lassen.

Die Zitronen-Löwenzahn-Creme:
E 4 Eigelb, 200 gr Zucker, 40 gr Butter im heißen Wasserbad cremig rühren, dann zugeben:
M 1 Pr Ingwerpulver
W 1 Pr Salz
H Saft von drei Zitronen
F 2 TL abgeriebene Zitronenschale
weiter rühren, bis die Masse dick wird, danach vorsichtig zwei Handvoll Löwenzahnblütenblättchen unter die Masse heben. die Creme dann heiß in den gebackenen Boden gießen. Löwenzahnblütenblättchen: wie hier zu sehen ist- nur die gelben Blütenfasern verwenden, die aus aus dem Blütenkelch gezupft werden)

 Für den Baiser:
E 4 Eiweiße mit dem Schlagbesen aufschlagen, dann 100 gr. feinen Zucker einrieseln lassen, weiter schlagen, bis alles sehr steif ist. Auf die Zitronen-Löwenzahn-Creme mit dem Spritzbeutel von der Mitte aus spiralförmig die Baisermasse auftragen oder mit einem breiten Messer glatt aufstreichen. Bei 180°C 5-10 min backen, bis die Oberfläche fest und leicht hellgelb ist. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen (ca 1-2 Stunden)

TIPP: In die Mitte der Torte eine voll erblühte Löwenzahnblüte legen. Die Blüte schließt sich bei Einbruch der Dunkelheit – deshalb ist es gut, den Kuchen zu essen, wenn es noch hell ist 🙂

 

Sommer PUR

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Im letzten Jahr bekam ich ein großes Glas mit einem wunderbaren Kräutertee geschenkt. Farbenfroh, duftig und wohlschmeckend war er. Bisher hauptsächlich den Blick auf Arzneitees gerichtet, war ich sehr erstaunt, wie schön es ist,  auch für den Alltag eine bunte Teemischung selbst zusammenzustellen.  Sowohl  Wildpflanzen als auch mit Gartenkräutern können in einer Saison nach und nach gesammelt, getrocknet  und  zu einem bunten Tee zusammengefügt werden. Wer es nicht geschafft hat, zeitig im  Jahr anzufangen, kann wie ich, auch jetzt noch mit dem Körbchen durch den Garten gehen .  Am besten an einem sonnigen Mittag.

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Hier sind die Pflänzchen geputzt, klein geschnitten und auf einem Tuch zum Trocknen ausgebreitet.  Ich fülle nach einigen Tagen die Kräuter in einen großen Stoffbeutel und hänge alles  an einen luftigen, trocken-kühlen Ort auf, um den Tee für die nächsten Wochen aufzubewahren. Bis der Frost kommt, nutze ich meist die frischen Pflanzen für einen Teeaufguss.  Danach kommen die Trockenkräuter zum Einsatz. In ein großes Glas gefüllt, erfreuen sie in der dunklen Jahreszeit  nicht nur optisch, sondern sie bringen  mit ihrem Duft und Geschmack auch etwas vonm vergangenen Sommer in die Teetasse.

sommer pur

Zusammensetzung Sommer PUR vom September 2013:

Zitronen-Verbene, Rosenblüten, Schafgarbenblüten und -blätter, Borretschblüten, Muskatellersalbei ( wenig), Oreganoblüten, Thymiankraut,, Löwenzahnblätter, Johanniskraut, Goldrute, Katzenminze, Olivenblätter, Sonnenhutblütenblätter, Gänseblümchenblüten, Traubensilberkerzenblüten, Spitzwegerichblätter, Frauenmantelblüten, Himbeerblätter, Lavendelblüten ( wenig), Melissenblätter, Minzeblätter, Walnussblätter, Lindenblüten