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Essenzen aus Lavendel, Ringelblumen und Schafgarbe

Bevor das regnerische und trübe Wetter anfängt ist es Zeit, die letzten blühenden Kräuter zu sammeln. Gut ist die Zeit um Mittag, wenn die Sonne die Feuchtigkeit getrocknet hat und die Blüten voll geöffnet sind. Während man im Hochsommer die ersten Blütenpflanzen gut als Tee trocknen oder in Öl einlegen kann, ist es besser, diese letzten Pflanzen in Alkohol zu konservieren. Die Gefahr der Schimmelbildung entfällt durch den Alkohol (scharf, warm, trocknend) und er löst die gespeicherten Substanzen des Sommers vollständig heraus.

Zubereitung der Essenzen

Eine helle Glasflasche mit dicht schließendem Deckel locker mit den fein geschnittenen Kräutern füllen. Darauf 38-50% Alkohol geben. Ich verwende meist Doppelweizenkorn, aber auch ein hochprozentiger Obstbrand ist gut geeignet. Die Flüssigkeit soll die Kräuter gut bedecken. Die Flasche für 6-8 Wochen an einen hellen Platz stellen und immer mal wieder schütteln, ggf auch etwas Alkohol nachfüllen. Die Essenz kann verstärkt werden, indem man die Flüssigkeit nach einigen Wochen abseiht, die Rückstände der Kräuter gut ausdrückt und die so gewonnene Essenz noch einmal auf frische Kräuter gießt. Dann wieder einige Wochen stehen lassen. Nach dem letzten Abseihen die Essenz Braunglasflaschen kühl und gut verschlossen aufbewahren.

Verwendung der Essenzen

innerlich:
zum einnehmen 1-2 Teelöffel Essenz in einer Tasse kochendem Wasser auflösen, rührend etwas abkühlen lassen und schluckweise trinken
zum kochen/backen passen sie als Zutat für das Metall-Element

äußerlich:
als Zusatz zur Duftlampe oder in einem Raumspray 1:1 verdünnen mit Wasser
als Einreibung einen Teelöffel Essenz in 2-3 Teelöffel Körper-Öl geben, gut mischen und sofort auftragen
als Salbe 3 Teile Essenz auf 9 Teile Öl (z.B. Oliven-, Sonnenblumen-, Sesam) abmessen, zusammen erwärmen und darin 3 Teile Bienenwachs schmelzen, ca 10 min auf sehr kleiner Flamme warm halten, die Mischung noch flüssig in kleine Salbentöpfchen gießen, dicht verschließen. Trocken, kühl und dunkel aufbewahren. Haltbarkeit ungeöffnet ca 1 Jahr

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Sommer-Kekse

Lavendel-Zitrone-taler

Lavendel, Zitrone, Cranberrys, Kokos – da schmeckt man den Sommer !

Manchmal sind diese süßen Kleinigkeiten gut zu einem Picknick, einem erfrischenden Tee

oder einfach nur so für „Zwischendurch“. Besonders, wenn es warm ist und ein Kuchen viel

zu mächtig wäre…

 

 

Kokos-Cranberry-Cookies

E 280 gr Dinkelmehl, 225 gr weiche Butter, 1 großes Ei, 120 gr Zucker, etwas Vanille, 40 gr Kokosraspel

M 1 Pr Galgant, ersatzweise Ingwerpulver

W Salz

H 60 gr getrocknete Cranberry klein gehackt

alles vermischen, zwei Rollen formen, eine halbe Stunde kalt stellen, jede Rolle in 16 Stücke schneiden, die Teile mit dem Daumen etwas in der Mitte eindrücken und eine Cranberry platzieren. Auf Backpapier bei 180°C ca 12-15 min hellgelb backen.

Kokos-Cranberry-Cookies

 

 

 

 

 

 

 

Inka-Kekse mit Amaranth – Kakao

E 225 gr frisch gemahlenes Weizen-Vollkorn-Mehl, 225 gr weiche Butter, 2 EL Amaranth, 1 gequirltes Ei, 140 gr brauner Zucker

M 1 TL Zimtpulver

W 1 Pr Salz

H ½ TL Backpulver

F 2 EL Kakao

alles nacheinander zu einem Teig kneten, mit einem Teelöffel kleine Teighäufchen auf Backpapier setzen und mit der Hand flach drücken, bei 180°C Umluft ca 10 min backen. Die Kekse sind sehr knusprig, ggf den Amaranth mit dem Weizenmehl zusammen mahlen oder separat im Mörser zerkleinern

Lavendel-Zitronen-taler

 

 

 

 

 

 

 

Lavendel-Zitrone-Taler

E 270 gr Mehl, 225 gr weiche Butter, 1 großes Ei, 150 gr brauner Zucker

M 1 Msp Cardamon

W 1 Pr Salz

H 1 TL Zitronensaft, 2 TL Backpulver

F etwas abgeriebene Zitronenschale, 1 EL frische oder getrocknete, fein gehackte Lavendelblüten

Die Zutaten verrühren – es entsteht ein sehr weicher Teig, der für 30 min gut gekühlt werden muss. Dann eine dicke Rolle formen. Mit einem scharfen Messer ca 25 dünne Scheiben schneiden, die mithilfe des Messers auf das Blech gehoben werden. Backen 9-10 min bei 180°C Umluft. Nach dem Erkalten in der Mitte mit etwas Zitronenguss aus 1 TL Zitronensaft und 3 TL Puderzucker bestreichen und darauf einige frische Lavendelblüten festkleben.

 

 

 

Sommer PUR

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Im letzten Jahr bekam ich ein großes Glas mit einem wunderbaren Kräutertee geschenkt. Farbenfroh, duftig und wohlschmeckend war er. Bisher hauptsächlich den Blick auf Arzneitees gerichtet, war ich sehr erstaunt, wie schön es ist,  auch für den Alltag eine bunte Teemischung selbst zusammenzustellen.  Sowohl  Wildpflanzen als auch mit Gartenkräutern können in einer Saison nach und nach gesammelt, getrocknet  und  zu einem bunten Tee zusammengefügt werden. Wer es nicht geschafft hat, zeitig im  Jahr anzufangen, kann wie ich, auch jetzt noch mit dem Körbchen durch den Garten gehen .  Am besten an einem sonnigen Mittag.

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Hier sind die Pflänzchen geputzt, klein geschnitten und auf einem Tuch zum Trocknen ausgebreitet.  Ich fülle nach einigen Tagen die Kräuter in einen großen Stoffbeutel und hänge alles  an einen luftigen, trocken-kühlen Ort auf, um den Tee für die nächsten Wochen aufzubewahren. Bis der Frost kommt, nutze ich meist die frischen Pflanzen für einen Teeaufguss.  Danach kommen die Trockenkräuter zum Einsatz. In ein großes Glas gefüllt, erfreuen sie in der dunklen Jahreszeit  nicht nur optisch, sondern sie bringen  mit ihrem Duft und Geschmack auch etwas vonm vergangenen Sommer in die Teetasse.

sommer pur

Zusammensetzung Sommer PUR vom September 2013:

Zitronen-Verbene, Rosenblüten, Schafgarbenblüten und -blätter, Borretschblüten, Muskatellersalbei ( wenig), Oreganoblüten, Thymiankraut,, Löwenzahnblätter, Johanniskraut, Goldrute, Katzenminze, Olivenblätter, Sonnenhutblütenblätter, Gänseblümchenblüten, Traubensilberkerzenblüten, Spitzwegerichblätter, Frauenmantelblüten, Himbeerblätter, Lavendelblüten ( wenig), Melissenblätter, Minzeblätter, Walnussblätter, Lindenblüten