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Frühling aus Sicht der TCM

 

In diesem Jahr war der energetische Frühlingsbeginn, der gleichzeitig der Jahresbeginn nach dem chinesischen Kalender ist,  etwa um den 5. Februar. Der Frühlingsbeginn zeigt die veränderte Energie in der Natur an: die Sonne steigt höher, die  Keimlinge – noch versteckt im Boden – beginnen sich aufwärts zu bewegen, obwohl das Wetter in unseren Klimazonen noch winterlich ist.  Nicht täuschen lassen: was außen noch lange nicht so aussieht (Frost, Kälte) ist innen (Bäume, Pflanzen) schon im Umschwung begriffen. Der meterologische Frühlingsbeginn kommt diesem Prozess  am Nächsten, er hat einen fixen Termin  am 01. März. Unser kalendarischer „Frühlingsanfang“ am 21.3. bezeichnet die Tag-und-Nacht-Gleiche die sich etwa vom 20.3. bis 23.3.  nach dem Stand der Sonne  einstellt. Energetisch gesehen ist jede Jahreszeit etwa 73 Tage lang. Die Frühlingsqualitäten  werden Ende April nach einer Übergangszeit von etwa 18 Tagen in die Wandlungsphase Sommer / Feuer übergehen.

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Die Frühlingszeit ist im Elemente-Zyklus dem Holz zugeordnet mit den energetischen Organbezügen zu Leber und Gallenblase. Das bedeutet, dass in der gesamten Frühlingszeit von Februar bis April diese beiden Organsysteme, aber auch die dazugehörenden Strukturen wie die Meridiane, die Emotionen Zorn und Traurigkeit, die Sinnesorgane Augen und die Körperregionen wie Kopf und Hüfte therapeutisch besonders gut beeinflussbar sind. In der Frühlingszeit können sich aber auch vermehrt Störungen in diesen Bereichen bemerkbar machen.

In unserem eher kalten mitteleuropäischen Klima mit unbeständigem trüb-feuchtem Winter und später Erwärmung ist der gefühlte Frühling also tatsächlich erst im März oder April da. Bis dahin sollte man sich auch mit der Kleidung und mit dem Essen noch angepasst an dieses Wetter verhalten: warme gekochte Speisen, warme Getränke, einen Schal und eine Kopfbedeckung  im Freien, auch wenn es sonnig ist!  Zu frühes Abwerfen der warmen Kleidung  führt zu den oft gesehenen Schnupfennasen, bei der pathogene Energie (PE: Kälte, Wind, Feuchtigkeit) von außen in den Körper eindringt. Diese Ursache für Schnupfen, Husten, Hals- und Ohrenschmerzen ist ebenso häufig anzutreffen, wie die viel beschworenen „Ansteckungen“, bei denen es  sich aus Mangel an körpereigener Abwehr um eine Übertragung von Keimen von einem Menschen auf den anderen handelt. Beides sollte logischerweise auch unterschiedlich behandelt werden. Es gibt allerdings auch innere Ursachen: das typische „Nase voll“- Repertoire als Antwort auf chronische Überforderung, Stress, Schlafmangel oder Störungen des Immunsystems, die sich z.B. durch Reaktionen im Frühjahr zeigen können. Am besten ist es, vor einer Erkrankung die nötigen Zusammenhänge zu verstehen und die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Wenn sich Symptome zeigen, sollte schnell gehandelt werden, bevor äußere Störungen tiefer in den Organismus vordringen oder innere Ursachen zu chronischen Krankheiten führen.

Saun, Trockenbürsten, Ölziehen und Kneipp-sche Güsse kurbeln schon im zeitigen Frühjahr die Entgiftung an. Frühjahrskuren mit bitter- nach unten ableitenden Kräutern und Tautreten im Freien ist  erst sinnvoll, wenn es draußen etwas milder ist – sonst ist Frieren und innere Abkühlung unangenehme Begleiterscheinung. Ebenfalls hilfreich ist die Kenntnis des Mondstandes. Unser Organismus reagiert zu abnehmendem Mondstand und am Neumondtag besser auf Ausleiten und Entgiften und zum zunehmenden Mond besser auf aufbauende und einspeichernde Maßnahmen. Dieses alte Wissen erleichtert so die eigene Bewegung im Fluss der Energien und hilft bei der Planung. In diesem Frühjahr sind gute Zeiten um auszuleiten und zu entgiften vom 22.3. bis 5.4. und vom 20.4. bis zum 05.5. Die beste Zeit zum aufbauen und einspeichern  z.B. von Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen  folgt dann unmittelbar auf den Neumondtag für etwa zwei Wochen.

Pixabay

Eine fröhliche, sonnige Frühlingszeit und entspannte Ostertage wünscht

Ihre HP Christine Ackermann

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DAO – KOCHZYKLUS

Seit einigen Jahren gibt es bei mir mehrmals im Jahr Kochseminare mit  Menüs. die an die Jahreszeit angepaßt sind. Dies allein ist inzwischen nichts Besonderes mehr, haben doch viele Köche erkannt, wie gut das Essen damit wird. Wir allerdings kochen dabei im Dao -Zyklus. Selbst in China,  wird und wurde dieses Verfahren selten angewendet.  Ebenso wie bestimmte Heilmethoden  oder Übungen aus Kampfkunst und Qigong  firmiert der Dao- Kochzyklus unter “ Geheimwissen“ und ist nur Fortgeschrittenen bekannt.

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In Europa gibt es in der modernen Ernährungslehre und Kochkunst zunehmend Bestrebungen, die Vielfalt der Lebensmittel mit ökologischen und naturnahen  Kochmethoden zu verbinden. Dabei fließen auch Erkenntnisse aus heutigen und früheren Heilmethoden ein, um das Essen für den Alltag besser bekömmlich und unkomplizierter zu gestalten. Was früher eher unschlüssig beäugt, gar abwertend betrachtet wurde, ist heute „in“. Sogar veganes Essen ist inzwischen salonfähig geworden und gar nicht mehr langweilig und „Grünfutter“. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es wenig Einschränkungen, was die Wahl der Lebensmittel betrifft. Pflanzliche und tierische Rohstoffe werden als gleichwertig und wertvoll angesehen.  Dies rührt aus der Erkenntis her, dass jede Zutat ihre ganz eigene Wirkung auf unseren Organuismus hat und nichts „gut“ oder „böse“ ist. Auch in Europa gab es schon früh diese Ansicht z.B. bei Paracelsus, der sinngemäß sagte, dass  die Dosis entscheidend sei, ob ein Stoff Arzneimittel ist oder Gift. Genau so sehe ich dies bei Lebensmitteln auch. Die Menge machts! Jeder Mensch hat einen anderen Bedarf der abhängig vom Lebensalter, der Verfassung des Organismus und seiner aktuellen Gesundheitslage ist. Deshalb möchte ich auch nichts Essbares aussondern, sondern  zu einem Umgang mit Essen raten, der sich immer wieder anpassen sollte. Ganz sicher ändern sich unsere Ansichten zur gesunden Ernährung laufend, aber einige Grundzüge haben sich bewährt.

1. vorwiegend pflanzliche Ernährung hält den Körper fitter und beweglicher

2. jahreszeitliche Zutaten sind frischer, bekömmlicher undversorgen besser

3. an die Klimazone angepaßte Lebensmittel machen weniger Nebenwirkung

Mir ist der DAO -Kochzyklus  vor etwa 20 Jahren bei der Beschäftigung mit der TCM begegnet. Ich fand heraus, dass die tägliche Nahrung damit besser wird, ohne dass ich  zusätzlichen Aufwand betreiben mußte.  Meine Sicht auf Zusammensetzung und Zubereitungsmethoden hat sich grundlegend verändert. Ich koche heute einfacher, näher am Angebot der Jahreszeiten und sicher durch die Beschäftigung mit den Zutaten auch vielfältiger und kreativer, als vorher.  Durch die Sicht der TCM auf die Gleichwertigkeit der Lebensmittel kann ich  relativ frei von Konzepten  kochen. Meist vegetarisch, aber manchmal kommt euch Reh oder Huhn in den Topf.

Was ist das Wesentliche  des DAO-Kochzyklus?

1. alle Lebensmittel sind einer der fünf Wandlungsphasen zugeordnet.

Holz = säuerlicher Geschmack – zusammenziehend

Feuer = bitterer Geschmack – nach unten leitend

Erde = süßlicher Geschmack – stabilisierend

Metall = scharfer Geschmack – nach oben leitend

Wasser = salziger Geschmack – aufweichend, adstringierend

 

2.Die Zutaten kommen in einer bestimmten Reihenfolge in den Topf 

Wasser – Holz – Feuer – Metall – Wasser – usw…

 

3. jeder Bestandteil der Rezeptur wird einzeln zugefügt und umgerührt

Daneben gibt es vielfältige Verfeinerungen, wie das Vorbereiten der Zutaten mit einer bestimmten Schnitt-Technik oder das Durchlaufen mehrerer Zyklen, um das Essen energetisch noch mehr aufzupeppen.  Eine therapeutische Anwendung des DAO – Kochzyklus berücksichtigt zusätzlich die Wirkrichtung der Speisen die Wirksamkeit der Zutaten auf erkrankte Organsysteme und die Transportwege der umgewandelten Energien.