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Knusperwaffeln mit Walnuss-Sahne und Orangen

Macht ein bisschen Arbeit – aber die lohnt sich! Es empfiehlt sich, etwa eine Stunde vorab mit den Vorbereitungen zu beginnen. Das Ausbacken der Waffeln ist dann ein Kinderspiel. Am besten sind die Waffeln , wenn sie direkt vom Waffeleisen auf den Teller kommen. Mit den unten angegebenen Mengen können Sie 4-6 Personen glücklich machen. Vom Prozedere her eignen sich diese Waffeln eher dazu, nachmittags zum Tee oder Kaffee gereicht zu werden, geht aber auch als Dessert mit einem kleinen zeitlichen Abstand zum Hauptgericht.

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Zuerst den Teig  mixen:

E   4 Eier, 4 EL helles Mehl

M   1/4 TL Zimt

W   1 Prise Salz, 1/4 L Wasser

H   1/4 L Dinkelmilch natur

F   Abrieb einer unbehandelten Orange

Der Waffelteig sollte sehr dünnflüssig sein und ungefähr 45 min Zeit zum Ausquellen haben.

Danach die Orangen  zubereiten. Dafür drei Orangen schälen und die weiße Haut akkurat entfernen, die Frucht halbieren und danach in Scheiben schneiden. Ich filetiere nicht, da zu dieser Zeit die Orangen noch eine sehr feine Innenhaut haben. In einem flachen Topf etwas Kokoszucker schmelzen lassen, einen TL geriebenn frischen Ingwer einrühren, mit einem EL Wasser ablöschen. Danach vom Herd nehmen und abgetropften Orangenscheiben in der Zucker-Ingwer-Sauce schwenken. Alles zusammen abkühlen lassen.

Für die Walnusss-Sahne 200 ml Schlagrahm mit 1 TL Puderzucker aufschlagen. Wenn die Sahne die gewünschte Festigkeit erreicht hat, vorsichtig 2 EL gemahlene Walnüsse unterheben. Sofort servieren!

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Buchteln mit Holunder-Apfel-Kompott

buchtelnBuchteln, Nockerln, oder auch Dampfnudeln sind Mehlspeisen, die man vorzugsweise in der süddeutschen und österreichischen Küche findet. Vor Jahren habe ich im österreichischen Mühlviertel die  leckeren süßen Hauptgerichte kennen gelernt. Nach Stunden anstrengender Energie-Arbeit und Körperübungen anlässlich einer Qigong-Lehrer-Ausbildung diese süßen Köstlichkeiten zu genießen – das war toll! Noch heute koche ich diese Speisen gerne in der kalten Jahreszeit für meine Familie zum Wärmen und Entspannen. Als Hauptmahlzeit empfehle ich vorneweg ein klares Süppchen aus Fleisch/Knochenbrühe oder nur aus Gemüsebrühe  mit Kräutern zusammen mit einem jahreszeitlich angepassten  Salat aus Rote Beten, Feldsalat, Chicoree, Fenchel, Möhren. Und dann die süßen Sachen hinterher!

Die Buchteln dauern , wie immer bei Hefeteig, durch die Ruhezeit etwas länger . Bitte insgesamt etwa 2 Stunden vorab einplanen. Zuerst einen Hefeteig bereiten:

E   450 gr helles Dinkelmehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken, dann

E 75 gr Zucker, 3 Eigelb, separat geschlagen

M   4 EL Amaretto oder anderen süßen Mandel-Likör

W   1/4 TL Salz

H   1 Päckchen Trockenhefe oder 30 gr frische Hefe zerbröselt in die Vertiefung geben

F   1/4 Tonkabohne gerieben über alles streuen

E   separat 1/8 l Milch in einem kleinen Topf lauwarm, darin 75 gr  Butter schmelzen lassen

Die warme Milch mit der geschmolzenen Butter vorsichtig in die Mehl-Hefe-Mitte einrühren. 10 Minuten warten, bis die Hefe anfängt zu schäumen, dann alle Zutaten zusammen mit dem geschlagenen Eigelb  zu einem elastischen Teig verarbeiten. An einem warmen Ort 45-50 Minuten aufgehen lassen, bis der Teig ungefähr das Doppelte seiner Ausgangsmenge erreicht hat. Den Teig aus der Schüssel nehmen, noch einmal kurz durchkneten und zu einer Rolle formen. Die Rolle in neun Teile schneiden, diese zu Kugeln formen und in eine gebutterte runde Auflaufform setzen. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Buchteln zugedeckt in der Form noch einmal etwas aufgehen lassen, dann mit 60 gr  handwarmer geschmolzener Butter begießen. Im Ofen bei 180°C auf der untersten Schiene 20 Minuten goldgelb backen. Warm servieren mit einem Kompott aus Äpfeln (ersatzweise Birnen) und Holundersaft:

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F   400 ml Holundersaft, 1 daumengroßes Stück unbehandelte Zitronenschale

E   1TL Speisestärke in den kalten Saft einrühren,  2-3 EL Rohrzucker zufügen

M   ein daumenlanges Stück Zimtrinde

W   1 Pr Salz,  unter Rühren alles aufkochen

H   1 Apfel geschält und in Scheiben mit 1 TL Zitronensaft mariniert. Die Apfelscheiben in die heiße Sauce geben, auf kleiner Flamme etwas durchziehen lassen, vor dem Servieren die Zimtrinde und die Zitronenschale entfernen.

 

 

Flammkuchen

Flammkuchen passt zum Imbiss mittags oder zu einem gemütlichen Abendessen mit Weißwein oder jetzt im Herbst mit Federweißer oder dem Heurigen. Der Phantasie beim Belag sind (fast) keine Grenzen gesetzt – hier meine Lieblingsrezepte wie immer im DAO-Kochzyklus:

Für den Boden:26-10-16flammkuchen-klassisch

E   220 gr Mehl, 3 EL Olivenöl, 1 Eigelb

M   1 Messerspitze Thymian gema26-10-16flammkuchen-birne-gorgonzhlen

W   1/2 TL Salz, ca 100 ml Wasser

Die Zutaten gut verkneten, bis der Teig nicht mehr klebt, mit Öl bestrichen 30-40 min ruhen lassen, dann die Teigkugel in vier Teile schneiden. Inzwischen den Ofen auf 200 °C vorheizen und den Belag vorbereiten. Jedes Teigstück dünn zungenförmig ausrollen. Zwei Teigplatten auf ein Blech mit Backpapier legen  und zuerst mit reichlich Creme fraiche  bestreichen. Den Belag darauf gleichmäßig verteilen. Im Ofen bei 200°C 5-7 min backen bis die Ränder kross und braun sind.

für den Belag:

klassisch: Schinkenspeckwürfel, Zwiebeln halbiert und dünn in Scheiben geschnitten oder   pikant: Birnenscheiben geschält mit  Gorgonzola-Käse (oder anderer Blauschimmel)  oder kräftig: Räucherlachsstreifen auf Frühlingszwiebelröllchen mit frischem gehacktem Dill