Schlagwort-Archive: Feuer

Sommer 2017 aus Sicht der TCM

 Nach der Übergangszeit Erde-Dojo beginnt die Wandlungsphase Sommer-Feuer in diesem Jahr am 17.Mai und endet am 29.Juli. Sommer, das ist für uns in Mitteleuropa Sonne, kurze Nächte, helle und meist trockene Tage,  Von vielen Menschen jedes Jahr herbeigesehnt, bringt diese Zeit auch ihre ganz speziellen Belastungen für unseren Organismus. In dieser Zeit werden Herz, Kreislauf, Dünndarm und Dreifacher Erwärmer energetisch besonders angesprochen. Hitze und Trockenheit bewirken als sinnvolle Maßnahme ein vermehrtes Schwitzen, dadurch wird unsere Haut-Oberfläche gekühlt. Gleichzeitig kann damit innere Trockenheit entstehen, die den Kreislauf belastet. Das macht wiederum Appetit auf feuchte und kühlende Speisen.
Kühlende und befeuchtende Speisen sind z.B.: Yoghurt, Quark, Orangen, Zitronen, Eis, Hibiskustee, Grüner Tee, Salat, Tomaten Gurken. Im Übermaß genossen oder bei ungünstiger Konstitution und mangelnder Ausscheidung kann dies zur Ablagerung von Feuchtigkeit und Kälte im Organismus führen. Paradox, aber wahr: warmes Wetter und entsprechende Lebensweise kann als Pathogene Energie (PE) Feuchte Kälte (FK) im Körperinneren erzeugen. Diese FK kann alle Organsysteme erreichen und blockieren, besonders den Verdauungstrakt. Akute Störungen können sein: Magendruck, Aufstoßen, Erbrechen, Durchfall. Dies ist eine erste Not-Hilfe des Organismus zur Selbstregulierung. Wärmende und beruhigende Getränke z.B. Kümmel-Fenchel-Anis-Tee und eine Wärmflasche auf dem Bauch können als schnell Linderung bringen. Bei stärkerem Krankheitsgefühl ist unbedingt Ruhe in gut gelüfteten Räumen erforderlich. Nach einer Nahrungspause kann mit Zwieback, Röstbrot, warme Gemüsesuppen und Brei aus Süßkartoffel und Möhren die Ernährung wieder aufgebaut werden.
Bei chronischen Beschwerden, z.B. mit Gewichtszunahme, Völlegefühl, mangelndem Durst und Trägheit kommt eher eine Analyse der Ernährungsgewohnheiten und eine Anpassung der Lebensmittel infrage. Immer jedoch sollte als gesundheitsfördernde Gewohnheit in jedem Jahr vom Sommer zum Herbst an eine Ausleitung der angehäuften Feuchten Kälte gedacht werden. Diese Maßnahme ist die beste Unterstützung für das Immunsystem und dient besonders als Prophylaxe vor Erkältung im Herbst/Winter. In diesem Jahr ist Übergangszeit (Erde-Zeit/Dojo) in den ersten zwei August-Wochen – nähere Infos zu Kurmöglichkeiten zum Sommerende!

Gesundheitsförderndes Verhalten und Maßnahmen für den Sommer:
– Den Magen nicht mit ausschließlich kaltem Essen abkühlen – Rohkost z.B möglichst immer zu warmen Speisen essen
– Eisgekühlte Getränke vermeiden, Eiskrem/Sorbet nur selten und wenn, dann „thermisiert“ werden (heißes Obst, Zimt, Alkohol)
– regelmäßige Einwirkung von Luft / Sonne / Wasser – individuell angepasst an Konstitution und Haut
– täglicher und ausgedehnter Aufenthalt im Freien, Bewegung, Körperübungen, Sport moderat und nicht in der Mittagshitze
– ausreichende Ruhepausen im Schatten / in luftigen Räumen, den Körper immer bedecken z.B. mit einem Laken
– der Nachtschlaf kann kürzer sein, als im Winter – entscheidend für die individuelle Schlafzeit ist der Erholungseffekt am Morgen

Na dann eine schöne entspannte Sommerzeit wünscht Ihre Heilpraktikerin Christine Ackermann

Werbeanzeigen

DAO – KOCHZYKLUS

Seit einigen Jahren gibt es bei mir mehrmals im Jahr Kochseminare mit  Menüs. die an die Jahreszeit angepaßt sind. Dies allein ist inzwischen nichts Besonderes mehr, haben doch viele Köche erkannt, wie gut das Essen damit wird. Wir allerdings kochen dabei im Dao -Zyklus. Selbst in China,  wird und wurde dieses Verfahren selten angewendet.  Ebenso wie bestimmte Heilmethoden  oder Übungen aus Kampfkunst und Qigong  firmiert der Dao- Kochzyklus unter “ Geheimwissen“ und ist nur Fortgeschrittenen bekannt.

5-elemente 1

In Europa gibt es in der modernen Ernährungslehre und Kochkunst zunehmend Bestrebungen, die Vielfalt der Lebensmittel mit ökologischen und naturnahen  Kochmethoden zu verbinden. Dabei fließen auch Erkenntnisse aus heutigen und früheren Heilmethoden ein, um das Essen für den Alltag besser bekömmlich und unkomplizierter zu gestalten. Was früher eher unschlüssig beäugt, gar abwertend betrachtet wurde, ist heute „in“. Sogar veganes Essen ist inzwischen salonfähig geworden und gar nicht mehr langweilig und „Grünfutter“. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es wenig Einschränkungen, was die Wahl der Lebensmittel betrifft. Pflanzliche und tierische Rohstoffe werden als gleichwertig und wertvoll angesehen.  Dies rührt aus der Erkenntis her, dass jede Zutat ihre ganz eigene Wirkung auf unseren Organuismus hat und nichts „gut“ oder „böse“ ist. Auch in Europa gab es schon früh diese Ansicht z.B. bei Paracelsus, der sinngemäß sagte, dass  die Dosis entscheidend sei, ob ein Stoff Arzneimittel ist oder Gift. Genau so sehe ich dies bei Lebensmitteln auch. Die Menge machts! Jeder Mensch hat einen anderen Bedarf der abhängig vom Lebensalter, der Verfassung des Organismus und seiner aktuellen Gesundheitslage ist. Deshalb möchte ich auch nichts Essbares aussondern, sondern  zu einem Umgang mit Essen raten, der sich immer wieder anpassen sollte. Ganz sicher ändern sich unsere Ansichten zur gesunden Ernährung laufend, aber einige Grundzüge haben sich bewährt.

1. vorwiegend pflanzliche Ernährung hält den Körper fitter und beweglicher

2. jahreszeitliche Zutaten sind frischer, bekömmlicher undversorgen besser

3. an die Klimazone angepaßte Lebensmittel machen weniger Nebenwirkung

Mir ist der DAO -Kochzyklus  vor etwa 20 Jahren bei der Beschäftigung mit der TCM begegnet. Ich fand heraus, dass die tägliche Nahrung damit besser wird, ohne dass ich  zusätzlichen Aufwand betreiben mußte.  Meine Sicht auf Zusammensetzung und Zubereitungsmethoden hat sich grundlegend verändert. Ich koche heute einfacher, näher am Angebot der Jahreszeiten und sicher durch die Beschäftigung mit den Zutaten auch vielfältiger und kreativer, als vorher.  Durch die Sicht der TCM auf die Gleichwertigkeit der Lebensmittel kann ich  relativ frei von Konzepten  kochen. Meist vegetarisch, aber manchmal kommt euch Reh oder Huhn in den Topf.

Was ist das Wesentliche  des DAO-Kochzyklus?

1. alle Lebensmittel sind einer der fünf Wandlungsphasen zugeordnet.

Holz = säuerlicher Geschmack – zusammenziehend

Feuer = bitterer Geschmack – nach unten leitend

Erde = süßlicher Geschmack – stabilisierend

Metall = scharfer Geschmack – nach oben leitend

Wasser = salziger Geschmack – aufweichend, adstringierend

 

2.Die Zutaten kommen in einer bestimmten Reihenfolge in den Topf 

Wasser – Holz – Feuer – Metall – Wasser – usw…

 

3. jeder Bestandteil der Rezeptur wird einzeln zugefügt und umgerührt

Daneben gibt es vielfältige Verfeinerungen, wie das Vorbereiten der Zutaten mit einer bestimmten Schnitt-Technik oder das Durchlaufen mehrerer Zyklen, um das Essen energetisch noch mehr aufzupeppen.  Eine therapeutische Anwendung des DAO – Kochzyklus berücksichtigt zusätzlich die Wirkrichtung der Speisen die Wirksamkeit der Zutaten auf erkrankte Organsysteme und die Transportwege der umgewandelten Energien.