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Johannisbeerkuchen

Es sind tolle Früchtchen – diese roten Beeren und werden von uns jedes Jahr sehnsüchtig erwartet. Diesen Kuchen backe ich schon mindestens 40 Jahre – jeden Sommer einmal. Das Original-Rezept stammte seinerzeit von meiner erzgebirgischen Schwiegermama. Inzwischen ist das Rezept von mir etwas „entschärft“ worden: weniger Zucker und Fett, etwas kleiner insgesamt. Aber immer noch ein Genuss in der heißen Sommer-Zeit… aus Sicht der TCM befeuchtet dieser Kuchen durch seine süßen (Sahne, Zucker) und säuerlichen (Johannisbeeren) Komponenten – somit toll bei trocken-heißem Wetter.

Für den Teig zusammenkneten:
E    1 großes Ei, 125 Gramm weiche Butter, 125 Gramm Voll-Rohrzucker
M   1 Prise Muskatnuss gerieben
W   1 Prise Salz
H   300 Gramm Dinkelmehl Type 630, 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
Den Teig dritteln: mit 2/3 eine gefettete und gebröselte Springform (21 cm) auslegen, einen hohen Rand formen. Den restlichen Teig und die vorbereitete Form für ca 30 min. in den Kühlschrank stellen.
Inzwischen die Füllung zubereiten: 500 gr Johannisbeeren waschen abtropfen lassen und entstielen. Die Beeren in einer Schüssel mit 1 Esslöffel Zucker mischen und beiseite stellen. Nun die Creme zubereiten: dazu einen Vanillepudding mit 400 ml Flüssigkeit und 2 EL Zucker kochen. Ich verwende statt Milch 200 ml Sahne und 200 ml Wasser. Im Wasserbad etwa 15 min abkühlen lassen. Dabei kräftig durchrühren, damit er cremig bleibt und sich keine Haut bildet. Nach dieser Zeit zuerst die Johannisbeeren in ein sieb geben und den Saft abtropfen lassen und aufheben.Die Beeren mit der Puddingcreme mischen. Den gut gekühlten Teig in der Springform mit der Creme-Beeren-Mischung füllen. Aus dem Rest-Teig eine runde Platte in Größe der Springform ausrollen und die Füllung damit abdecken. Die Ränder gut zusammendrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C goldgelb backen. Noch warm mit einer Glasur aus Johannisbeersaft und Puderzucker überziehen. Vor dem Anschneiden sollte der Kuchen gut auskühlen. Am Besten über Nacht im Kühlschrank, wo er sich auch einige Tage gut hält. Und nun: gutes Gelingen!

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Dundee Cake – Schottischer Früchtekuchen mit Whiskey

Rechtzeitig vor Weihnachten noch ein Back-Vorschlag: probieren Sie mal den traditionellen „Stollen“ der Schotten! Natürlich wie immer bei mir im Fünf-Elemente-Rhythmus zubereitet. Diesen Kuchen mache ich schon seit vielen Jahren. Er gelingt immer und kann auch noch ein paar Tage vor Weihnachten eingerührt werden, wenn es für den deutschen Stollen schon viel zu spät ist. Schmeckt frisch schon lecker, aber ein paar Tage abgelagert reift er zu voller Geschmacksdichte heran!

!!! Unbedingt mehrere Stunden vorab die Korinthen und Sultaninen in reichlich Whiskey einweichen, so dass die Rosinen bedeckt sind. Ab und zu umrühren, denn sie sollen sich gleichmäßig mit der Flüssigkeit vollsaugen. Vor der Teigbereitung die Rosinen herausnehmen und den restlichen Whiskey aufheben. Den Backofen auf 160° C  vorheizen, dann den Kuchen zubereiten:

E   4-5 Eier, 150 gr dunkler Rohrzucker, 200 gr weiche Butter schaumig rühren, dann nacheinander unterheben:
E/M 200 gr Sultaninen, 150 gr Korinthen vorbereitet w.o. beschrieben, je 1 Msp Pulver von Kardamon, Zimt, Koriander
W 1/2 TL Salz
H   150 gr Dinkelmehl gemischt mit 1 TL Backpulver
F   Abrieb einer Orange oder Zitrone
E   200 gr gemahlene Mandeln, je 100 gr Zitronat und Orangat , 200 gr kandierte Kirschen

Die Masse in eine vorbereitete Springform mit etwa 26-28 cm Durchmesser füllen und glattstreichen. Eine halbe Stunde backen, dann die Oberfläche mit blanchierten Mandeln verzieren und noch weitere 60- 80 min fertig backen bis die Stäbchenprobe gelingt. Den Kuchen noch warm mit dem Stäbchen regelmäßig einstechen und mit einer Mischung aus dem Whiskey und erwärmter Orangenmarmelade bestreichen. Nach dem Auskühlen in Papier an einem kühlen Ort aufbewahren.

Pilze auf herzhafter Polenta mit Salat

Ein tolles Herbstmenü! Ich ließ mich diesmal bei der Lektüre eines Kochbuchs zu diesem Fünf-Elemente-Essen inspirieren. Die Kochideen von Yotam Ottolenghi sind sehr gut in meine Kochweise zu übersetzen – er kocht kreativ und legt ebenso Wert auf Frische und saisonale Zutaten.

Die frischen Steinpilze und Pfifferlinge kommen unverzüglich aus dem Wald in die Pfanne. Wem es wie mir, nicht vergönnt ist, Pilze im Wald zu finden, kann auch frische Ware aus Pilz-Kulturen verwenden. Gut geeignet sind: Austernseitling, große braune Steinchampignons, Austernseitlinge und große Shitake.

Die vorgeschlagenen Mengen reichen gut für zwei Personen. Zuerst die Polenta zubereiten, sie kann dann gut in der Zeit ausquellen, die für die Pilze benötigt wird.
E 5 gehäufte EL Polenta in einem flachen Topf leicht anrösten – immer rühren!
M Pfeffer
W Salz, ca 500 ml Gemüsefond oder Gemüsebrühe angießen, aufkochen und rühren, bis die Masse gut angedickt ist. Warm stellen und ausquellen lassen.

Inzwischen die ca 500 – 600 gr. trockene Pilze abreiben(nicht waschen), putzen und halbieren,sehr große Exemplare auch vierteln. In einer großen Pfanne
E 4-5 EL Olivenöl erhitzen
M 3-4 ganze Knoblauchzehen anbraten, aus dem Öl nehmen, beiseite stellen
W die Pilze einzeln mit der Schnittfläche nach unten ins Öl legen kross anbraten, es soll keine Flüssigkeit entstehen, ggf einmal wenden. Dann vom Herd nehmen, gehackte Kräuter dazu geben: H: gehackte Oliven, F:  Rosmarien, E: Kerbel, Estragon, M: Thymian oder Oregano.

Den Backofen-Grill auf 250 °C vorheizen. Unter die Polentamasse rühren: H: gehackte Petersilie, F: gehackter Rosmarien, E: 2 EL Butter, M: 2 EL geriebener Parmesan. Wenn erforderlich, noch etwas Flüssigkeit, bis eine cremige, nicht zu weiche Konsistenz erreicht ist. Die vorbereitete Polenta auf ein Backblech geben, die Pilze darauf anordnen, darüber feine Scheiben eines würzigen Käses geben.Ich verwende gern englischen Cheddar. Im Ofen 3-4 min bei 250 °C überbacken und warm halten.

Den Salat zubereiten: Kopfsalat, Babyspinat, Feldsalat, Rucola, Endivien verlesen, waschen, trockenen und portiensweise anrichten mit angerösteten Sonnenblumenkernen, Nüssen, Pinienkerne oder Mandelblättchen. Für den Salat ein Dressing reichen aus: E: Olivenöl, M: Pfeffer, W: Salz, H: Obst/Himbeeressig, F: gemahlener Bockshornkleesamen,E: evtl etwas Honig.  Guten Appetit!