Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

© Hanabishi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Traditionelle Chinesische Medizin hat den Ursprung in der Volksmedizin Asiens. Durch Naturbeobachtungen, Wirkungen von Pflanzen, Verbindung zum Wetter und den Jahreszeiten wurden energetische Zusammenhänge erkannt. Dazu kamen Einflüsse aus den Weisheitslehren des I Ging, aus Taoismus, Buddhismus und den Lehren Konfuzius. Historisch gesehen gibt es Verflechtungen mit dem Ayurveda ( Energiepunkte -Nadis – Chakras, Ernährung, Pflanzenanwendungen) und der Tibetischen Medizin (Puls- und Gesichtsdiagnostik, Anwendung von Edelsteinen und Mineralien).

Das etwa 3.00 – 4.00 Jahre alte Medizinsystem der TCM hat schon früh wissenschaftlich gearbeitet und brachte Medizinwerke wie das Huang Du Neijing – Des Gelben Kaisers Klassiker der Medizin in der Mitte des 3. Jahrtausends vor Christus hervor. Noch heute können TCM-Therapeuten auf den Schatz klassischer und über viele Jahrhunderte bewährter Rezepturen zurückgreifen. Die TCM hat sich über lange Zeit ihres Bestehens jedoch niemals den modernen Erkenntnissen verschlossen, sondern versucht auch heute, aktuelle Gesichtspunkte einzuarbeiten. So forschen auch heute Klinker und Praktiker und arbeiten systematisch an der Weiterentwicklung bestehender Diagnose- und Therapie-Verfahren.

Als Ideal angesehen wird aus Sicht der TCM eine Harmonie aller Strukturen des Menschen: Materie, Geist, und Energie. Krankheit ist eine Störung des interaktiven Flusses der Lebensenergie – Chi genannt und kann durch mannigfaltige Innen- und Außeneinflüsse auftreten. Normalerweise ist der Organismus bis zu einem bestimmten Punkt selbst in der Lage, auszugleichen. Kann dieser Ausgleich nicht mehr selbstständig geleistet werden, kommt es zu einer Erkrankung. Was im Einzelnen die Harmonie gestört hat, ist vor jeder Behandlung herauszufinden. Anders als in unserer Labormedizin, bei der die gestörten Parameter festgestellt werden, interessiert einen TCM- Therapeuten vor allem die Ursachen, die zu diesem Zustand geführt haben und natürlich auch, welche energetischen Verwicklungen diese erzeugt haben. Nur so ist eine sinnvolle und wirksame Behandlung möglich.

  • TCM- Diagnostik
    1. die Krankenbefragung / Anamnese
    2. die energetische Diagnostik über Puls, Zunge und Gesicht
    3. Festlegung der Behandlungsstrategien und -methoden
  • TCM – Therapie
    hat fünf gleichwertige Säulen:
    1. Pharmakologie – Pflanzen, Tiere, Mineralien, ähnlich wie in der westlichen traditionellen Naturheilkunde: frisch, getrocknet, als Alkoholischer Ansatz und individuelle Verarbeitungen
    2. Diätetik – alltägliches Essen gekocht nach energetischen Prinzipien: DAO-Rhythmus, organwirksame Zutaten, spezielle Kuren
    3. Qigong – tägliche Übungen, regelmäßige Meditationspraxis
    4. Akupunktur – mit Nadeln, Hitze ( Moxibustion) oder Elektrostimulation
    5. Tuina An Mo – Akupressur und Massage

Ziel ist, den freien Fluss des Qi wiederherzustellen, Abfallstoffe auszuleiten und die bedarfsgerechte Verteilung von Energie zu fördern. Dann kann der Organismus wieder Energie speichern und Substanzen aufbauen. Daneben ist es sinnvoll, ungünstige Lebensgewohnheiten aufzuzeigen und anzupassen, damit sie nicht erneut zu energetischen Störungen führen. Aus Sicht der TCM sind vorbeugende Anwendungen und eine gute Lebensführung wesentliche Grundlagen für Gesundheit, Vitalität und Langlebigkeit.

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