Archiv der Kategorie: Rezepte

Dundee Cake – Schottischer Früchtekuchen mit Whiskey

Rechtzeitig vor Weihnachten noch ein Back-Vorschlag: probieren Sie mal den traditionellen „Stollen“ der Schotten! Natürlich wie immer bei mir im Fünf-Elemente-Rhythmus zubereitet. Diesen Kuchen mache ich schon seit vielen Jahren. Er gelingt immer und kann auch noch ein paar Tage vor Weihnachten eingerührt werden, wenn es für den deutschen Stollen schon viel zu spät ist. Schmeckt frisch schon lecker, aber ein paar Tage abgelagert reift er zu voller Geschmacksdichte heran!

!!! Unbedingt mehrere Stunden vorab die Korinthen und Sultaninen in reichlich Whiskey einweichen, so dass die Rosinen bedeckt sind. Ab und zu umrühren, denn sie sollen sich gleichmäßig mit der Flüssigkeit vollsaugen. Vor der Teigbereitung die Rosinen herausnehmen und den restlichen Whiskey aufheben. Den Backofen auf 160° C  vorheizen, dann den Kuchen zubereiten:

E   4-5 Eier, 150 gr dunkler Rohrzucker, 200 gr weiche Butter schaumig rühren, dann nacheinander unterheben:
E/M 200 gr Sultaninen, 150 gr Korinthen vorbereitet w.o. beschrieben, je 1 Msp Pulver von Kardamon, Zimt, Koriander
W 1/2 TL Salz
H   150 gr Dinkelmehl gemischt mit 1 TL Backpulver
F   Abrieb einer Orange oder Zitrone
E   200 gr gemahlene Mandeln, je 100 gr Zitronat und Orangat , 200 gr kandierte Kirschen

Die Masse in eine vorbereitete Springform mit etwa 26-28 cm Durchmesser füllen und glattstreichen. Eine halbe Stunde backen, dann die Oberfläche mit blanchierten Mandeln verzieren und noch weitere 60- 80 min fertig backen bis die Stäbchenprobe gelingt. Den Kuchen noch warm mit dem Stäbchen regelmäßig einstechen und mit einer Mischung aus dem Whiskey und erwärmter Orangenmarmelade bestreichen. Nach dem Auskühlen in Papier an einem kühlen Ort aufbewahren.

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Granola – Sommer – Müsli

„Granola“ das ist eine Flocken-Nuss-Trockenfrüchte-Mischung, die leicht gesüßt und im Ofen gebacken wird. Es eignet sich hervorragend als Sommer-Frühstück in Yoghurt, Beeren und auf Soothies. Auch als Topping auf selbst gemachtem Sorbet oder Parfait eine Wucht!

Zuerst die flüssigen Zutaten in einem kleinen Topf erwärmen, nicht kochen:
E   4 EL Kokosöl, 4 EL Agavendicksaft/Ahornsirup (süß befeuchtet)
M   3 TL Zimtpulver/Cardamonpulver
w 1 Pr. Salz (hält Flüssigkeit im Körper)

Während sich die obigen Zutaten vermischen, die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen:
E   je eine Tasse gehackte Nüsse (alles außer Erdnüsse) und gehackte Mandeln, je 1/2 Tasse Kürbiskerne und Leinsamen/Sesamsaat
M   250 gr Haferflocken/Hirseflocken/Reisflocken

Die flüssige Öl-Gewürz-Mischung zu den trockenen Zutaten geben und gut durchrühren. Dann alles auf einem Backblech dünn ausbreiten und bei 180°C etwa 15 min. backen, bis die gewünschte Bräune erreicht ist. Achtung! dabei bleiben – Öfter wenden, verbrennt leicht.

                                                                                                  Wer es mag, kann nach dem Abkühlen noch Rosinen, getrocknete Aprikosen, Ananas, Kirschen oder Cranberris dazugeben – alles klein geschnitten. In dicht schließende Dosen oder Tüten verpackt hält das Granola bei uns ca 2-3  Wochen. Auch gut für die Urlaubszeit , zum Camping und für kleine Snacks unterwegs.

Sieht doch gut aus – oder … ?

Ich wünsche einen wunderschönen Rest-Sommer und einen guten Übergang zum Herbst.

Ihre HP Christine Ackermann

Tarte mit Lemon-Löwenzahncreme und Baiser


Ende April bis Anfang Mai gehen jedes Jahr viele kleine Sonnen in den Wiesen auf. Es ist der Löwenzahn, der sehr nützlich für die Kräuterheilkunde ist. Neben der therapeutischen Anwendung ist er aber auch köstlich in der Küche. Immer wieder gut: Blütenköpfchen, die noch nicht aufgegangen sind, mit Olivenöl leicht anbraten oder die frischen Blätter mit in den Salat schneiden. Ich habe dieses Jahr unsere Beltane-Torte mit Löwenzahn verfeinert. Inspiriert hat mich die englische Lemon-Tarte, die dort sehr oft als Dessert gereicht wird. Hier besonders für meine Hexen-Schwestern und alle anderen Freunde das Rezept.
Für den Teig:
E 125 gr kalte gewürfelte Butter, 250 gr Mehl, 1 TL Zucker,
M 1 Pr Zimt
W Salz, 2-3 EL kaltes Wasser
Möglichst am Vortag zubereiten und über Nacht kühlen, ist das nicht möglich, mindestens 30 min. kalt stellen. Die Zutaten nacheinander zu einem geschmeidigen Teig kneten und zu einer Kugel formen, in einer Schüssel abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Nach der Kühlung eine gefettete und gebröselte Springform so auslegen, dass ein 2-3 cm hoher Rand entsteht. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 20 min backen, bis der Teig eine goldgelbe Farbe angenommen hat und in der Form auskühlen lassen.

Die Zitronen-Löwenzahn-Creme:
E 4 Eigelb, 200 gr Zucker, 40 gr Butter im heißen Wasserbad cremig rühren, dann zugeben:
M 1 Pr Ingwerpulver
W 1 Pr Salz
H Saft von drei Zitronen
F 2 TL abgeriebene Zitronenschale
weiter rühren, bis die Masse dick wird, danach vorsichtig zwei Handvoll Löwenzahnblütenblättchen unter die Masse heben. die Creme dann heiß in den gebackenen Boden gießen. Löwenzahnblütenblättchen: wie hier zu sehen ist- nur die gelben Blütenfasern verwenden, die aus aus dem Blütenkelch gezupft werden)

 Für den Baiser:
E 4 Eiweiße mit dem Schlagbesen aufschlagen, dann 100 gr. feinen Zucker einrieseln lassen, weiter schlagen, bis alles sehr steif ist. Auf die Zitronen-Löwenzahn-Creme mit dem Spritzbeutel von der Mitte aus spiralförmig die Baisermasse auftragen oder mit einem breiten Messer glatt aufstreichen. Bei 180°C 5-10 min backen, bis die Oberfläche fest und leicht hellgelb ist. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen (ca 1-2 Stunden)

TIPP: In die Mitte der Torte eine voll erblühte Löwenzahnblüte legen. Die Blüte schließt sich bei Einbruch der Dunkelheit – deshalb ist es gut, den Kuchen zu essen, wenn es noch hell ist 🙂