Archiv der Kategorie: Rezepte

Granola – Sommer – Müsli

„Granola“ das ist eine Flocken-Nuss-Trockenfrüchte-Mischung, die leicht gesüßt und im Ofen gebacken wird. Es eignet sich hervorragend als Sommer-Frühstück in Yoghurt, Beeren und auf Soothies. Auch als Topping auf selbst gemachtem Sorbet oder Parfait eine Wucht!

Zuerst die flüssigen Zutaten in einem kleinen Topf erwärmen, nicht kochen:
E   4 EL Kokosöl, 4 EL Agavendicksaft/Ahornsirup (süß befeuchtet)
M   3 TL Zimtpulver/Cardamonpulver
w 1 Pr. Salz (hält Flüssigkeit im Körper)

Während sich die obigen Zutaten vermischen, die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen:
E   je eine Tasse gehackte Nüsse (alles außer Erdnüsse) und gehackte Mandeln, je 1/2 Tasse Kürbiskerne und Leinsamen/Sesamsaat
M   250 gr Haferflocken/Hirseflocken/Reisflocken

Die flüssige Öl-Gewürz-Mischung zu den trockenen Zutaten geben und gut durchrühren. Dann alles auf einem Backblech dünn ausbreiten und bei 180°C etwa 15 min. backen, bis die gewünschte Bräune erreicht ist. Achtung! dabei bleiben – Öfter wenden, verbrennt leicht.

                                                                                                  Wer es mag, kann nach dem Abkühlen noch Rosinen, getrocknete Aprikosen, Ananas, Kirschen oder Cranberris dazugeben – alles klein geschnitten. In dicht schließende Dosen oder Tüten verpackt hält das Granola bei uns ca 2-3  Wochen. Auch gut für die Urlaubszeit , zum Camping und für kleine Snacks unterwegs.

Sieht doch gut aus – oder … ?

Ich wünsche einen wunderschönen Rest-Sommer und einen guten Übergang zum Herbst.

Ihre HP Christine Ackermann

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Tarte mit Lemon-Löwenzahncreme und Baiser


Ende April bis Anfang Mai gehen jedes Jahr viele kleine Sonnen in den Wiesen auf. Es ist der Löwenzahn, der sehr nützlich für die Kräuterheilkunde ist. Neben der therapeutischen Anwendung ist er aber auch köstlich in der Küche. Immer wieder gut: Blütenköpfchen, die noch nicht aufgegangen sind, mit Olivenöl leicht anbraten oder die frischen Blätter mit in den Salat schneiden. Ich habe dieses Jahr unsere Beltane-Torte mit Löwenzahn verfeinert. Inspiriert hat mich die englische Lemon-Tarte, die dort sehr oft als Dessert gereicht wird. Hier besonders für meine Hexen-Schwestern und alle anderen Freunde das Rezept.
Für den Teig:
E 125 gr kalte gewürfelte Butter, 250 gr Mehl, 1 TL Zucker,
M 1 Pr Zimt
W Salz, 2-3 EL kaltes Wasser
Möglichst am Vortag zubereiten und über Nacht kühlen, ist das nicht möglich, mindestens 30 min. kalt stellen. Die Zutaten nacheinander zu einem geschmeidigen Teig kneten und zu einer Kugel formen, in einer Schüssel abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Nach der Kühlung eine gefettete und gebröselte Springform so auslegen, dass ein 2-3 cm hoher Rand entsteht. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 20 min backen, bis der Teig eine goldgelbe Farbe angenommen hat und in der Form auskühlen lassen.

Die Zitronen-Löwenzahn-Creme:
E 4 Eigelb, 200 gr Zucker, 40 gr Butter im heißen Wasserbad cremig rühren, dann zugeben:
M 1 Pr Ingwerpulver
W 1 Pr Salz
H Saft von drei Zitronen
F 2 TL abgeriebene Zitronenschale
weiter rühren, bis die Masse dick wird, danach vorsichtig zwei Handvoll Löwenzahnblütenblättchen unter die Masse heben. die Creme dann heiß in den gebackenen Boden gießen. Löwenzahnblütenblättchen: wie hier zu sehen ist- nur die gelben Blütenfasern verwenden, die aus aus dem Blütenkelch gezupft werden)

 Für den Baiser:
E 4 Eiweiße mit dem Schlagbesen aufschlagen, dann 100 gr. feinen Zucker einrieseln lassen, weiter schlagen, bis alles sehr steif ist. Auf die Zitronen-Löwenzahn-Creme mit dem Spritzbeutel von der Mitte aus spiralförmig die Baisermasse auftragen oder mit einem breiten Messer glatt aufstreichen. Bei 180°C 5-10 min backen, bis die Oberfläche fest und leicht hellgelb ist. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen (ca 1-2 Stunden)

TIPP: In die Mitte der Torte eine voll erblühte Löwenzahnblüte legen. Die Blüte schließt sich bei Einbruch der Dunkelheit – deshalb ist es gut, den Kuchen zu essen, wenn es noch hell ist 🙂

 

Ach Du Grüne Neune – Traditionelle Kräuter im Frühling

Im Frühjahr, meist um Ostern, ist die beste Zeit, um mit den Neun-Kräuter-Rezepten anzufangen. Ist es einige Tage warm genug (über 15°C) lohnt es nachzuschauen, ob die Pflanzen sich gut entwickelt haben. Wie immer beachten: nur sammeln, was man/frau kennt. Sorgsam mit den Pflanzen umgehen : nur die benötigte Menge, die richtigen Pflanzenteile schonend aus der Natur entnehmen. Einzeln stehende oder selten vorkommende Pflanzen nicht verwenden. Einige Kräuter bekommt man auch aus Bio-Anbau oder sind  als getrocknete Tee-Drogen erhältlich (Apotheke, Reformhaus, Kräuterläden)

Meine Rezepturen stammen aus verschiedenen Quellen. Sie sind zusammengetragen aus alten Kräuterbüchern, Sammlungen aus der Volksmedizin, der Kräuterheilkunde des Mittelalters und regionalen Rezepturen. Es wurde oft genutzt, was zu der entsprechenden Jahreszeit oder Gegend reichlich verfügbar war. Deshalb ist die „Neun“ symbolisch zu interpretieren und kann je nach vorhandenen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Auch sieben oder acht Kräuter sind ok und hilfreich. Hier die nachfolgenden Kräuter, die oft erwähnt werden und von mir verwendet werden.

Kräuter zur frischen Verarbeitung:

Brennnessel, Schafgarbe, Gundelrebe, Vogelmiere, Wegerich, Scharbockskraut, Bärlauch, Giersch, Gänseblümchen, Löwenzahn, Sauerampfer, Rauke, Wildes Stiefmütterchen, Veilchen, Taubnessel, Rotklee, Lungenkraut, Hirtentäschelkraut

Aus dieser Auswahl neun Kräuter sammeln und putzen. Waschen ist meist unnötig – wenn ja, dann kurz mit kaltem Wasser überbrausen,gut trocken schleudern/tupfen. Die Kräuter hacken und frisch mit Leinöl oder Olivenöl essen. Auch gut auf Butterbrot, über Salate gestreut und in Quark / Yoghurt. Eine kleine Menge ist lecker in Smoothies. Auch ein Tee lässt sich mit frischen Kräutern gut zubereiten: Einfach eine Handvoll Pflanzen in ein Gefäß geben, mit heißem, nicht kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Warm trinken.

Ersetzen lässt sich das eine oder andere Wildkraut mit gezogenen Kräutern aus Bio-Anbau oder den traditionellen Küchenkräutern aus Garten oder von der Fensterbank: Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Dill, Thymianblättchen, Salbeiblättchen, Melisse, Minze, Kerbel, Pimpinelle, Estragon

Gründonnerstag – Suppe

Wird noch heute traditionell aus neun Wildkräutern ( siehe oben) vor Ostern zubereitet. Man nimmt das, was reichlich in der Natur vorhanden ist. Darüber hinaus sollte man das ganze Jahr frische Kräuter nach Saison in Suppen, Salaten oder gehackt aufs Brot zu sich nehmen

Rezept für 2-3 Personen:

Neun Kräutersorten auswählen, putzen und fein hacken, 1-2 EL Butter im Topf schmelzen, 2 EL gemahlene Hirse oder Dinkelgrieß dazu geben und alles hellgelb anschwitzen. Soviel Gemüsebrühe aufgießen, dass eine sämige Suppe entsteht. Mit etwas Zitronensaft abschmecken, vom Feuer nehmen und in Suppenschalen füllen Pro Portion 1-2 EL gehackte Kräuter auf die Suppe geben.

Italienische Grüne Sauce

wird gern gereicht zu kalten Kalbfleisch, Huhn und Zunge

Etwa zwei bis drei Handvoll Kräuter, davon ca 50% Petersilie und die anderen 50% in wechselnden Anteilen: Estragon, Dill, Liebstöckel, Rosmarien, Schnittlauch, Kerbel, Rauke, Minze werden gehackt und vermischt mit einer sehr kleinen gehackten Zwiebel, 25 gr gewässerten, zerdrückten Kapern und 2-3 fein gehackten Sardellen. 2 EL Zitronensaft unterrühren, anschließend mit dem Mixer fein pürieren und allmählich soviel Olivenöl in einem feinen Strahl zulaufen lassen, bis eine geschmeidige Sauce entsteht. Sofort servieren. Die angegebene Menge reicht für 2-3 Portionen.

Neun – Kräuter – Tinktur (Aquavit nach Paracelsus)

verdauungsfördernd, schlafverbessernd, erwärmend und vitalisierend im Alter.

Dosierung für die Gesundheit: täglich 1 Esslöffel Aquavit in warmem Wasser vorm Schlafengehen einnehmen. Im Frühjahr und im Herbst 2-3 Wochen pausieren. In dieser Zeit empfehle ich einen passenden Ausleitungstee.

18 gr Angelikawurzel getrocknet

9 gr Meisterwurzwurzel getrocknet

9 gr Johanniskraut frisch oder getrocknet

3-4 gr Tausendgüldenkraut oder Wermutblätter frisch oder getrocknet

9 gr Anisfrüchte oder Fenchelfrüchte zerstoßen

9 gr Kardamomfrüchte zerstoßen

9 gr Kümmelfrüchte zerstoßen

9 Gewürznelken

9 Wacholderbeeren

Die gemischen Zutaten werden mit 38-40 % Alkohol (z.B. Doppelweizenkorn, Gin, Wodka) in einem hellen Glas angesetzt und 9 Tage in die Sonne gestellt. Der Alkohol sollte die Kräuter gut bedecken. Täglich mehrmals schütteln, danach den Ansatz für drei Monate kühl und dunkel stellen. Dann die Tinktur abseihen und die Kräuter separat gut ausdrücken. Die beiden Flüssigkeiten mischen, in eine dunkle Flasche füllen, gut verschließen und weiterhin dunkel und kühl aufbewahren.