Archiv der Kategorie: Gesundheitspflege

Der Sommer aus Sicht der TCM

Die Übergangszeit Erde-Dojo Mitte Mai läutete die Wandlungsphase Sommer-Feuer noch mitten in der schwierigsten Corona-Zeit ein.  Der metereologische Sommerbeginn am 1. Juni traf auf tolles Sommerwetter, auch die ersten Wärmegewitter haben wir bereits hinter uns und auch den Höhepunkt der Sommer-Energie am 21.Juni. Es ist zwar noch Sommer, es ist noch Blütezeit, aber die Tage werden schon wieder kürzer. Ende Juli beginnt  die nächste Erde-Dojo-Zeit als Übergang in den Herbst. Gerade haben wir die Zeit der kurzen Nächte mit hellen und diese Jahr nicht ganz so trockenen Tagen,  Von den meisten Menschen jedes Jahr herbeigesehnt, bringt der Sommer auch ganz spezielle Belastungen für unseren Organismus mit sich. Jetzt werden Herz, Kreislauf, Dünndarm und Dreifacher Erwärmer energetisch besonders angesprochen. Hitze und Trockenheit bewirken als sinnvolle Maßnahme ein vermehrtes Schwitzen, dadurch wird unsere Haut-Oberfläche gekühlt. Gleichzeitig kann damit innere Trockenheit entstehen, die den Kreislauf belastet. Das macht wiederum Appetit auf feuchte und kühlende Speisen.
Kühlende und befeuchtende Speisen sind z.B.: Yoghurt, Quark, Orangen, Zitronen, Eis, Grüner Tee, Hibiskustee, , Salat, Tomaten und Gurken. Im Übermaß genossen oder bei ungünstiger Konstitution und mangelnder Ausscheidung kann dies aber leider auch zu unerwünschten Ablagerungen von Feuchtigkeit und Kälte im Organismus führen. Paradox, aber wahr: warmes Wetter und entsprechende Lebensweise kann als Pathogene Energie (PE) Feuchte Kälte (FK) im Körper-Inneren erzeugen. Diese FK kann alle Organsysteme erreichen und blockieren, besonders den Verdauungstrakt. Akute Störungen können sein: Magendruck, Aufstoßen, Erbrechen, Durchfall. Dies ist eine erste Not-Hilfe des Organismus zur Selbstregulierung. Wärmende und beruhigende Getränke z.B. Kümmel-Fenchel-Anis-Tee und eine Wärmflasche auf dem Bauch können  schnell Linderung bringen. Bei stärkerem Krankheitsgefühl ist unbedingt Ruhe in zugluftfreien Räumen erforderlich, dabei den Körper mit einer dünnen Decke oder Laken bedecken. Nach einer Nahrungspause kann mit Zwieback, Röstbrot, warmen Gemüsesuppen und Brei aus Süßkartoffel und Möhren die Ernährung wieder aufgebaut werden.

Bei chronischen Beschwerden, z.B. mit Gewichtszunahme, Völlegefühl, mangelndem Durst und Trägheit kommt eher eine Analyse der Ernährungsgewohnheiten und eine Anpassung der Lebensmittel infrage. Immer jedoch sollten als gesundheitsfördernde Maßnahmen in jedem Jahr vom Sommer zum Herbst an  Ausleitungskuren der angehäuften Feuchten Kälte gedacht werden. Dies ist die beste Unterstützung für das Immunsystem und dient besonders als Prophylaxe vor Erkältung im Herbst/Winter. Vom Zeitraum ist günstig die Übergangszeit (Erde-/Dojo) ab Anfang August in der abnehmenden Mondphase.

Gesundheitsförderndes Verhalten + empfehlenswerte Maßnahmen für den Sommer:

Eisgekühlte Getränke vermeiden, Eiskrem/Sorbet nur selten und wenn, dann „thermisiert“ werden (heißes Obst, Zimt, Alkohol).

Den Magen nicht mit ausschließlich kaltem Essen abkühlen – Rohkost z.B möglichst immer zu warmen Speisen oder Getränken essen

Regelmäßige Einwirkung von Luft/Sonne/Wasser individuell angepasst an Konstitution und Haut.

Ausgedehnter, täglicher Aufenthalt im Freien, Bewegung, Körperübungen, Sport moderat und nicht in der Mittagshitze

Ausreichende Ruhepausen im Schatten / in luftigen Räumen. Der Nachtschlaf kann kürzer sein. Entscheidend für die individuelle Schlafzeit ist der Erholungseffekt am Morgen.

Ich wünsche eine entspannte Sommerzeit!   Ihre Heilpraktikerin Christine Ackermann

Chinesisches Neujahr 2020

Aus Sicht der chinesischen Astrologie beginnt das neue Jahr am 25. Januar 2020 und endet am 12.Februar 2021. Beginn und Ende eines Jahres werden nach dem Frühlingspunkt berechnet, der um den zweiten Neumond nach Wintersonnenwende liegt. Unser diesjähriges Metall-Ratte-Yang-Jahr ist der Anfang eines neuen 12-jährigen Zyklus. Die Metall–Ratte löst das Erde-Schwein ab und wechselt  dann ab dem 13.2.2021 zum Metall-Büffel. Diese Jahres-Zyklen beziehen sich auf das uralten Weisheitssystem IGING und vereinen zudem noch weitere astrologische Systeme. Sie verbinden z.B. die fünf Himmels-Stämme (= Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser mit ihren Yang- und Yin-Aspekt) mit den zwölf Erdezweigen (Ratte, Büffel, Affe, Schwein, Pferd, Schlange, Hahn, Schaf, Tiger, Hase, Drache und Hund) Sie ergeben einen 60 Jahre mit wechselnde Kombinationen. Ist dieser Zyklus durchlaufen, beginnt eine neue Zählung.

Aus Sicht der TCM hat die Jahres-Energie auch Einfluss auf gesundheitliche Aspekte, in diesem Falle auf die Gallenblase (Ratte) und Dickdarm (Metall). Medizinisch betrachtet heißt das: in diesem Zyklus können sich Erkrankungen verbessern, die aus einem Leere-Zustand heraus entstanden sind z.B. Depressionen, Antriebsschwäche, ein schwaches Immunsystem, Schwäche der Lungen, und des Dickdarms. Die Jahres-Energie wird einen weniger günstigen Einfluss auf Fülle-Syndrome haben. Das können sein: Stau in Gallenblase, Lunge und Dickdarm. Sie beeinflußt auch seelische Prozesse wie Zorn, Aggression und Festhalten an alten überholten Mustern im Körper und er geistigen Ebene. Alle chronischen Erkrankungen mit diesen Ursachen können sich verstärken.

Bei all diesen astrologischen Betrachtungen sollte man immer eins bedenken: Jedes Jahr hat seine besonderen Qualitäten, die immer hier oder da Vorteile oder auch Einschränkungen bringen können. Energetisches Wissen hilft sicher, die Vorteile zu nutzen und individuelle Schwächen auszugleichen, kann jedoch diese Einflüsse nicht ausschalten.

Empfehlungen für das Metall-Ratte-Yang-Jahr:

Die Körperabwehr unterstützen mit Abhärtung / Sauna  und viel Bewegung an frischer Luft. Das Immunsystem zusätzlich stärken mit Darmreinigung und Atemübungen, besonders im Frühjahr und Herbst. Entspannungstechniken lernen und auch anwenden. Für die innere Befindlichkeit ist die beste Geisteshaltung Sanftmut und Geduld  ! Besonders bei Konflikten kurz durchatmen. Ethische Handlungsweise führt zum Ziel. 

Meine Erläuterung der Qualität des Metall-Ratte-Yang-Jahres 2020/21 geht vorwiegend auf den astrologisch-medizinischen Aspekt ein. Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten, dieses Jahr zu betrachten: gesellschaftliche Entwicklungen, soziale Verhältnisse, Naturphänomene, Politik und Wirtschaft. Besonders interessant auch für Eltern, deren Kind in diese Energie hineingeboren wird. Im Geburtshoroskop gilt die Metall-Ratte als intelligent und willensstark.

Ich wünsche allen Lesern ein glückliches, friedliches und vor allem gesundes Metall-Ratte-Yang-Jahr!  Ihre HP Christine Ackermann

Winter aus Sicht der TCM

Nach der Übergangszeit von Herbst zu Winter begann um den 15. November die Winterzeit. Diese Einteilung der  Jahreszeiten meint immer die energetischen Inhalte – im Herbst/Winter die Wandlungen von Yang zu Yin und im Frühjahr/Sommer wieder von Yin zu Yang im ewigen Kreislauf. Das äußere Wetter ist nicht immer konform mit der inneren Energie in unserer Umwelt. Manchmal schneit es im November das erste Mal und die Temperaturen sinken unter den Gefrierpunkt, aber es kann auch wieder wärmer werden, wie manchmal an Weihnachten.

Jede Jahreszeit dauert etwa 72 Tage. Der Winter geht in den letzten Januartagen zu Ende. Dann beginnt die Übergangszeit zum Frühling. Energetische Winter-Mitte ist der 21.Dezember – es ist der Zeitpunkt der längsten Dunkelheit und der längsten Nacht. Die Yin-Energie hat sich zu diesem Zeitpunkt maximal ausgebreitet und das Yang hat sich soweit wie möglich zurückgezogen. In der Monade entspricht dieser Zustand diesem Bild: oben = Süden / Sommer ist das große Yang: hell mit dem kleinen Yin-Punkt in der Mitte. Unten Yin = Norden / Winter ist das dunklere Feld mit dem kleinen hellen Yang-Anteil in der Mitte.
Yin Und Yang, Gegenstück, ErgänzungDas große Yin wird durch die tiefer stehende Sonne, kurze Tage, Kälte und trübes Licht angezeigt. diese Veränderungen entsprechen dem Bild des großen Yin. In der Pflanzenwelt wirkt sich das große Yin  in der äußeren Erscheinung so aus: Bäume und oberirdische ausdauernde Pflanzen sind äußerlich starr und blattlos. Im Inneren haben sich Säfte und Wärme ins Mark und die Wurzeln zurück gezogen. Einige Tiere halten Winterschlaf. Auch da ist Körperwärme tief im Inneren gespeichert und die Aktivität (Yang) von Stoffwechsel und Blutkreislauf ist abgesenkt.

Wir Menschen haben als biologisches System ähnliche Anpassungen wie in der Tierwelt. Auch unserer Yang  zieht sich ins Innere zurück. In der TCM – Pulsdiagnose erscheint diese Zurückziehung des Yang  als veränderte Pulsqualität (tief und kurz). Unser Organismus schützt sich vor äußerer Kälte, indem das Abwehr Qi – auch genannt Wei-Qi im Immunsystem eine unsichtbare Barriere aufbaut, um äußere pathogene Einflüsse wie Kälte und Krankheitserreger abzuwehren. Durch den Überschuss an Yin-Energie sind viele Menschen verstärkt ruhebedürftig, haben durch das tief verborgene Yang weniger Antrieb und mehr Appetit.

Die dunkle JahreszeitWinter, Baum, Outddor, Natur, Kälte kommt unserem natürlich angelegten biologischen Bedürfnis nach vermehrtem Schlaf und Ruhe in dieser Zeit entgegen. Historisch wurde im Winter noch bis ins frühe 19. Jahrhundert als Ausgleich zur langen Sommerzeit viel mehr geschlafen, auch notwendigerweise durch die damaligen Wohn- und Arbeitsbedingungen. Heute machen es flächendeckende Heizung und Beleuchtung möglich, Tag und Nacht zu arbeiten und die Freizeitbeschäftigungen ebenso zeitlich unbegrenzt auszudehnen. Auch unsere Ernährung entspricht leider nicht mehr den natürlichen Bedürfnissen, die unser Organismus in dieser Jahreszeit hat. Salate und Obst ganzjährig mögen ein großer Fortschritt sein, aber gesundheitsfördernd sind Tomaten, Erdbeeren und Kopfsalat im Winter nicht. Traditionell bestand  bei unseren Ahnen das Essen aus gehaltvollen Zutaten, die wärmend und nährend sind ( siehe meine Rezepte zur Winterzeit).

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Schlafrhythmus, Lebensweise und Ernährung an die Jahreszeit anzupassen – das ist auch heutzutage wünschenswert! Warum? Weil wir leistungsfähiger und gesünder bleiben, wenn wir uns bedarfsgerecht versorgen und leben. Das ist nicht schwer. Und gute Laune macht es auch!

Eine schöne Winterzeit  Ihnen / Euch Allen! Heilpraktikerin Christine Ackermann