Archiv des Autors: Naturheilpraxis Ackermann

Über Naturheilpraxis Ackermann

Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Chinesische Medizin und Akupunktmassage

Winterzeit 2017/ 2018 aus Sicht der TCM

Nach der Übergangszeit von Herbst zu Winter beginnt am15. November die Winterzeit. Diese Einteilung der  Jahreszeiten meint immer die energetischen Inhalte – also  die Wandlungen von Yang zu Yin und wieder zu Yang im ewigen Kreislauf. Das äußere Wetter ist nicht immer konform mit der inneren Energie in unserer Umwelt. Manchmal schneit es im November das erste Mal und die Temperaturen sinken unter den Gefrierpunkt, aber es kann auch wieder wärmer werden, wie manchmal an Weihnachten.

Jede Jahreszeit dauert etwa 72 Tage. Der Winter 2017-2018 geht in den letzten Januartagen zu Ende. Dann beginnt die Übergangszeit zum Frühling. Energetische Winter-Mitte ist der 21.Dezember – es ist der Zeitpunkt der längsten Dunkelheit und der längsten Nacht. Die Yin-Energie hat sich zu diesem Zeitpunkt maximal ausgebreitet und das Yang hat sich soweit wie möglich zurückgezogen. In der Monade entspricht dieser Zustand diesem Bild: oben = Süden / Sommer ist das große Yang: hell mit dem kleinen Yin-Punkt in der Mitte. Unten Yin = Norden / Winter ist das dunklere Feld mit dem kleinen hellen Yang-Anteil in der Mitte.
Yin Und Yang, Gegenstück, ErgänzungDas große Yin wird durch die tiefer stehende Sonne, kurze Tage, Kälte und trübes Licht angezeigt. diese Veränderungen entsprechen dem Bild des großen Yin. In der Pflanzenwelt wirkt sich das große Yin  in der äußeren Erscheinung so aus: Bäume und oberirdische ausdauernde Pflanzen sind äußerlich starr und blattlos. Im Inneren haben sich Säfte und Wärme ins Mark und die Wurzeln zurück gezogen. Einige Tiere halten Winterschlaf. Auch da ist Körperwärme tief im Inneren gespeichert und die Aktivität (Yang) von Stoffwechsel und Blutkreislauf ist abgesenkt.

Wir Menschen haben als biologisches System ähnliche Anpassungen wie in der Tierwelt. Auch unserer Yang  zieht sich ins Innere zurück. In der TCM – Pulsdiagnose erscheint diese Zurückziehung des Yang  als veränderte Pulsqualität hin zu tief und kurz. Unser Organismus schützt sich vor äußerer Kälte, indem das Abwehr Qi – auch genannt Wei-Qi im Immunsystem eine unsichtbare Barriere aufbaut, um äußere pathogene Einflüsse wie Kälte und Krankheitserreger abzuwehren. Durch den Überschuss an Yin-Energie sind viele Menschen verstärkt ruhebedürftig, haben durch das fehlende Yang weniger Antrieb und mehr Appetit.

Die dunkle JahreszeitWinter, Baum, Outddor, Natur, Kälte kommt eigentlich  unserem natürlich angelegten biologischen Bedürfnis nach vermehrtem Schlaf und Ruhe in dieser Zeit entgegen. Historisch wurde im Winter noch bis ins frühe 19. Jahrhundert als Ausgleich zur langen Sommerzeit viel mehr geschlafen, auch notwendigerweise durch die damaligen Wohn- und Arbeitsbedingungen. Heute machen es flächendeckende Heizung und Beleuchtung möglich, Tag und Nacht zu arbeiten und die Freizeitbeschäftigungen ebenso zeitlich unbegrenzt auszudehnen. Auch unsere Ernährung entspricht oft nicht mehr den Bedürfnissen, die unser Organismus in dieser Jahreszeit hat. Sommergemüse und Obst ganzjährig mögen ein großer Fortschritt sein, aber gesundheitsfördernd sind Tomaten, Erdbeeren und Kopfsalat im Winter nicht. Traditionell bestand  bei unseren Ahnen das Essen aus gehaltvollen Zutaten, die wärmend und nährend sind.

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Schlafrhythmus, Lebensweise und Ernährung an die Jahreszeit anzupassen – das ist auch heutzutage wünschenswert! Warum? Weil wir leistungsfähiger und gesünder bleiben, wenn wir uns bedarfsgerecht versorgen und leben. Das ist nicht schwer. Und gute Laune macht es auch!

Einen schönen Winterbeginn wünsche ich Ihnen / Euch Allen!

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Essenzen aus Lavendel, Ringelblumen und Schafgarbe

Bevor das regnerische und trübe Wetter anfängt ist es Zeit, die letzten blühenden Kräuter zu sammeln. Gut ist die Zeit um Mittag, wenn die Sonne die Feuchtigkeit getrocknet hat und die Blüten voll geöffnet sind. Während man im Hochsommer die ersten Blütenpflanzen gut als Tee trocknen oder in Öl einlegen kann, ist es besser, diese letzten Pflanzen in Alkohol zu konservieren. Die Gefahr der Schimmelbildung entfällt durch den Alkohol (scharf, warm, trocknend) und er löst die gespeicherten Substanzen des Sommers vollständig heraus.

Zubereitung der Essenzen

Eine helle Glasflasche mit dicht schließendem Deckel locker mit den fein geschnittenen Kräutern füllen. Darauf 38-50% Alkohol geben. Ich verwende meist Doppelweizenkorn, aber auch ein hochprozentiger Obstbrand ist gut geeignet. Die Flüssigkeit soll die Kräuter gut bedecken. Die Flasche für 6-8 Wochen an einen hellen Platz stellen und immer mal wieder schütteln, ggf auch etwas Alkohol nachfüllen. Die Essenz kann verstärkt werden, indem man die Flüssigkeit nach einigen Wochen abseiht, die Rückstände der Kräuter gut ausdrückt und die so gewonnene Essenz noch einmal auf frische Kräuter gießt. Dann wieder einige Wochen stehen lassen. Nach dem letzten Abseihen die Essenz Braunglasflaschen kühl und gut verschlossen aufbewahren.

Verwendung der Essenzen

innerlich:
zum einnehmen 1-2 Teelöffel Essenz in einer Tasse kochendem Wasser auflösen, rührend etwas abkühlen lassen und schluckweise trinken
zum kochen/backen passen sie als Zutat für das Metall-Element

äußerlich:
als Zusatz zur Duftlampe oder in einem Raumspray 1:1 verdünnen mit Wasser
als Einreibung einen Teelöffel Essenz in 2-3 Teelöffel Körper-Öl geben, gut mischen und sofort auftragen
als Salbe 3 Teile Essenz auf 9 Teile Öl (z.B. Oliven-, Sonnenblumen-, Sesam) abmessen, zusammen erwärmen und darin 3 Teile Bienenwachs schmelzen, ca 10 min auf sehr kleiner Flamme warm halten, die Mischung noch flüssig in kleine Salbentöpfchen gießen, dicht verschließen. Trocken, kühl und dunkel aufbewahren. Haltbarkeit ungeöffnet ca 1 Jahr

Pilze auf herzhafter Polenta mit Salat

Ein tolles Herbstmenü! Ich ließ mich diesmal bei der Lektüre eines Kochbuchs zu diesem Fünf-Elemente-Essen inspirieren. Die Kochideen von Yotam Ottolenghi sind sehr gut in meine Kochweise zu übersetzen – er kocht kreativ und legt ebenso Wert auf Frische und saisonale Zutaten.

Die frischen Steinpilze und Pfifferlinge kommen unverzüglich aus dem Wald in die Pfanne. Wem es wie mir, nicht vergönnt ist, Pilze im Wald zu finden, kann auch frische Ware aus Pilz-Kulturen verwenden. Gut geeignet sind: Austernseitling, große braune Steinchampignons, Austernseitlinge und große Shitake.

Die vorgeschlagenen Mengen reichen gut für zwei Personen. Zuerst die Polenta zubereiten, sie kann dann gut in der Zeit ausquellen, die für die Pilze benötigt wird.
E 5 gehäufte EL Polenta in einem flachen Topf leicht anrösten – immer rühren!
M Pfeffer
W Salz, ca 500 ml Gemüsefond oder Gemüsebrühe angießen, aufkochen und rühren, bis die Masse gut angedickt ist. Warm stellen und ausquellen lassen.

Inzwischen die ca 500 – 600 gr. trockene Pilze abreiben(nicht waschen), putzen und halbieren,sehr große Exemplare auch vierteln. In einer großen Pfanne
E 4-5 EL Olivenöl erhitzen
M 3-4 ganze Knoblauchzehen anbraten, aus dem Öl nehmen, beiseite stellen
W die Pilze einzeln mit der Schnittfläche nach unten ins Öl legen kross anbraten, es soll keine Flüssigkeit entstehen, ggf einmal wenden. Dann vom Herd nehmen, gehackte Kräuter dazu geben: H: gehackte Oliven, F:  Rosmarien, E: Kerbel, Estragon, M: Thymian oder Oregano.

Den Backofen-Grill auf 250 °C vorheizen. Unter die Polentamasse rühren: H: gehackte Petersilie, F: gehackter Rosmarien, E: 2 EL Butter, M: 2 EL geriebener Parmesan. Wenn erforderlich, noch etwas Flüssigkeit, bis eine cremige, nicht zu weiche Konsistenz erreicht ist. Die vorbereitete Polenta auf ein Backblech geben, die Pilze darauf anordnen, darüber feine Scheiben eines würzigen Käses geben.Ich verwende gern englischen Cheddar. Im Ofen 3-4 min bei 250 °C überbacken und warm halten.

Den Salat zubereiten: Kopfsalat, Babyspinat, Feldsalat, Rucola, Endivien verlesen, waschen, trockenen und portiensweise anrichten mit angerösteten Sonnenblumenkernen, Nüssen, Pinienkerne oder Mandelblättchen. Für den Salat ein Dressing reichen aus: E: Olivenöl, M: Pfeffer, W: Salz, H: Obst/Himbeeressig, F: gemahlener Bockshornkleesamen,E: evtl etwas Honig.  Guten Appetit!