Ingwer-Tinktur

Nun hat uns der Winter doch noch erwischt. Viele Rücken und Gelenke machen schlapp. Neben „warm halten“,  Körperbehandlung und  Akupunktur gibt es bewährte Kräuter-Unterstützung für innen und außen. Der Ingwer wirkt heiß – scharf. Diese Wirkung wird noch verstärkt durch den Alkohol, der auch Bestandteil der Tinktur ist. Diese Zubereitung hat sich bewährt bei Problemen am Rücken, Bauch und Gelenken, die durch Kälte ausgelöst wurden. Bei kalten Füßen lohnt ein Versuch. Innerlich eingenommen ist diese Tinktur nützlich bei Reisekrankheit, Erkältungen der oberen Luftwege und Kältezuständen in Magen und Darm.

Zubereitung:

hier kommt das große koreanischen Hackmesser zum Einsatz

hier kommt das große koreanischen Hackmesser zum Einsatz

eine etwa handgroße frische Ingwerwurzel, putzen, ggf. schälen und fein mit dem Hackmesser zerkleinern. Ich schäle nur, wenn die Haut schon sehr dunkel-zäh ist. Den zerkleinerten Ingwer in ein helles Glas geben und mit  klarem Alkohol auffüllen. Am besten eignet sich Doppelweizenkorn (38 %).  Das Glas mit einem Schraubdeckel fest verschließen . Einige Wochen hell am Fenster stehen lassen und täglich schütteln. Danach bis zum Gebrauch kühl und dunkel aufbewahren. Je länger der Kräuteransatz so steht, desto kräftiger wird er. Für den sofortigen Gebrauch kann die Tinktur nach etwa zwei  Wochen abgeseiht werden: die Flüssigkeit durch einen Filter  in eine Flasche geben die Kräuter ausdrücken und wegwerfen.

Dosierung innerlich: täglich zwei bis dreimal 10 Tropfen in etwas heißem Wasser verdünnt einnehmen. Wichtig: nur einnehmen, wenn die Zunge nicht knallrot und trocken erscheint, sie sollte eher blass, feucht und weißlich sein. Sonst eher auf die äußerliche Anwendung zurückgreifen. Und auf keinen Fall dauerhaft anwenden!

Dosierung äußerlich: 3-5 Tropfen auf die Hand geben, mit etwas Massagecreme oder einem neutralen Öl mischen, damit kalte, schmerzende, nicht entzündete Körperpartien zweimal täglich behandeln über einige Tage, bis die Beschwerden zurückgehen. Bei chronischen Zuständen vorsichtig ausprobieren, wie der Körper reagiert. Ist diese Tinktur für den Krankheitszustand passend, dann über einen längeren Zeitraum mit schwacher Dosierung behandeln.

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