Herbstgulasch vom Sattelschwein

Zuerst einmal muss hier mal eine Lanze für das freilaufende Sattelschwein gebrochen werden, von denen einige Exemplare in der Domäne Berlin-Dahlem zu besichtigen sind. Und sie sind nicht nur visuell zu genießen, sondern auch mit allen Sinnen zuhause in Form einer deftigen Herbstmahlzeit. Das Schweinefleisch hatte  in der traditionellen Ernährung Asiens und Europas einen hohen Stellenwert Freilich zu den Zeiten, als es noch Mangelernährung gab, denn es baut in besonders hohem Maße Substanzen im Körper auf. Und es wurde zuzeiten geschätzt, als es eigentlich nur freilaufende halbwilde Schweine gab, die ein gutes, ausgereiftes Fleisch hatten und sich ihre Nahrung selber in Eichenwäldern suchten. Durch Überernährung mit degenerativen tierprodukten und das Vergessen des alten Wissens über die Wirkung der Lebensmittel erscheint das Schwein in unserer Nahrungskette weniger wertvoll. Ist es aber nicht, wenn wenig selten und in hervorragender Qualität vom Schwein verwendet wird.

Genug der langen Vorrede – je´tzt kommts – das aktuelle Rezept zur Jahreszeit:

macht satt und glücklich – ohne Speck anzusetzen – vorausgesetzt, es ist vom Sattelschwein 🙂

E  3-4 EL  Bratöl                in einem Brattopf erhitzen

M   3-4 Zwiebeln             pellen, gob hacken, im Öl anbraten

M  2 EL  Majoran           darüberstreuen

W   500 gr Gulasch      Fett abschneiden und klein hacken, dieses dann in der Topfmitte etwas ausbraten lassen, mit den Zwiebeln vermengen, darauf das Fleisch schichten, mit 1 TL Salz bestreuen, kurz und kräftig anbraten

H   1-2 eL Senf                 auf das Fleisch geben, umrühren

F   1/4 l Rotwein            angießen, bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme fast gar dünsten, dann zufügen

E   500 gr Kürbis           geputzt, möglichst mit Schale in kleine Stücke geschnitten( bie vielen Kürbisarten kann die Schale mitverwendet werden). Alles zusammen mit dem Kürbis noch einmal ca 20-30  in köcheln lassen, bis alles weich ist. nach geschmack mit etwas Pfeffer und salz nachwürzen.  schmeckt gut mit gekochtern Stangenbohnen, die nur in Butter geschwenkt wurden – wer mag, kann mit Kartöffelchen, Klößen oder Knödel ergänzen.

TIPP: dieses Gericht ist noch besser, wenn es einen Tag vorher gekochtund noch einmal aufgewärmt ist.

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