Finger-Food zum Jahreswechsel: Quark-Teigtaschen

Hier wieder ein Rezept, dass ich schon viele Jahre mit Erfolg verwende. Schmeckt übrigens auch im Sommer! Der Quark-Teig kann sehr gut vorbereitet werden und hält gekühlt und gut eingepackt etwa eine Woche. Einfach verkneten:   H   500 gr Dinkelmehl, 250 gr Quark  –    F   1 pr Kakao oder Safran   –   E   250 gr weiche Butter, Dann einige Stunden vor dem weiteren Verarbeiten im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Füllungen für etwa 500 gr Teig / 3×9 Taschen:
Gemüse-Curry –  E 1 EL Bratöl in der Pfanne erhitzen, nacheinander zufügen und leicht anbraten:  1 kleine Möhre, 1 Kartoffel, ein ebenso großes Stück Knollensellerie (alles grob geraspelt), M 1 kleines Stück Ingwer fein gehackt, 1/2 Chilischote sehr fein gehackt, 1-2 TL Currypulver, W 1 Pr Salz, H 2 EL Petersilie

Hackfleisch  – E 250 gr Rinderhack mischen mit M Pfeffer, gehacktem Knoblauch, Senf,   W   Salz,  H Tomatenmark,   F  Paprika edelsüß,  E 1/2 Ei geschlagen. Die Restmenge vom Ei aufheben. Zum bestreichen der Teigtaschen mit 1 EL Sahne oder Milch verquirlen.

Für die süße Füllung  150 gr trockenen Quark (ggf die Flüssigkeit  in einem Küchentuch abtropfen lassen) mit Konfitüre oder Gelee verrühren, bis die persönliche Mischung stimmt. Wer mag, kann frischen Apfel, Birne, Quitten geraspelt oder im Sommer Beeren zufügen

Den Teig auf einem Holzbrett quadratisch ausrollen. In neun Teile schneiden (zweimal quer und zweimal längs).  Die  Taschen formen indem die Ecken über der Füllung wie bei einem Briefumschlag zusammengefaltet werden. Die Ränder gut zusammendrücken und abschließend mit der Eiermilch bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca 20-25 min backen.  Gutes Gelingen!

Na dann:  Prosit Neujahr!

Frieden, Gesundheit und Frohsinn in 2019 wünscht Ihnen Allen

Ihre Christine Ackermann

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Dundee Cake – Schottischer Früchtekuchen mit Whiskey

Rechtzeitig vor Weihnachten noch ein Back-Vorschlag: probieren Sie mal den traditionellen „Stollen“ der Schotten! Natürlich wie immer bei mir im Fünf-Elemente-Rhythmus zubereitet. Diesen Kuchen mache ich schon seit vielen Jahren. Er gelingt immer und kann auch noch ein paar Tage vor Weihnachten eingerührt werden, wenn es für den deutschen Stollen schon viel zu spät ist. Schmeckt frisch schon lecker, aber ein paar Tage abgelagert reift er zu voller Geschmacksdichte heran!

!!! Unbedingt mehrere Stunden vorab die Korinthen und Sultaninen in reichlich Whiskey einweichen, so dass die Rosinen bedeckt sind. Ab und zu umrühren, denn sie sollen sich gleichmäßig mit der Flüssigkeit vollsaugen. Vor der Teigbereitung die Rosinen herausnehmen und den restlichen Whiskey aufheben. Den Backofen auf 160° C  vorheizen, dann den Kuchen zubereiten:

E   4-5 Eier, 150 gr dunkler Rohrzucker, 200 gr weiche Butter schaumig rühren, dann nacheinander unterheben:
E/M 200 gr Sultaninen, 150 gr Korinthen vorbereitet w.o. beschrieben, je 1 Msp Pulver von Kardamon, Zimt, Koriander
W 1/2 TL Salz
H   150 gr Dinkelmehl gemischt mit 1 TL Backpulver
F   Abrieb einer Orange oder Zitrone
E   200 gr gemahlene Mandeln, je 100 gr Zitronat und Orangat , 200 gr kandierte Kirschen

Die Masse in eine vorbereitete Springform mit etwa 26-28 cm Durchmesser füllen und glattstreichen. Eine halbe Stunde backen, dann die Oberfläche mit blanchierten Mandeln verzieren und noch weitere 60- 80 min fertig backen bis die Stäbchenprobe gelingt. Den Kuchen noch warm mit dem Stäbchen regelmäßig einstechen und mit einer Mischung aus dem Whiskey und erwärmter Orangenmarmelade bestreichen. Nach dem Auskühlen in Papier an einem kühlen Ort aufbewahren.

Winter aus Sicht der TCM

Nach der Übergangszeit von Herbst zu Winter beginnt um den 15. November die Winterzeit. Diese Einteilung der  Jahreszeiten meint immer die energetischen Inhalte – also  die Wandlungen von Yang zu Yin und wieder zu Yang im ewigen Kreislauf. Das äußere Wetter ist nicht immer konform mit der inneren Energie in unserer Umwelt. Manchmal schneit es im November das erste Mal und die Temperaturen sinken unter den Gefrierpunkt, aber es kann auch wieder wärmer werden, wie manchmal an Weihnachten.

Jede Jahreszeit dauert etwa 72 Tage. Der Winter geht in den letzten Januartagen zu Ende. Dann beginnt die Übergangszeit zum Frühling. Energetische Winter-Mitte ist der 21.Dezember – es ist der Zeitpunkt der längsten Dunkelheit und der längsten Nacht. Die Yin-Energie hat sich zu diesem Zeitpunkt maximal ausgebreitet und das Yang hat sich soweit wie möglich zurückgezogen. In der Monade entspricht dieser Zustand diesem Bild: oben = Süden / Sommer ist das große Yang: hell mit dem kleinen Yin-Punkt in der Mitte. Unten Yin = Norden / Winter ist das dunklere Feld mit dem kleinen hellen Yang-Anteil in der Mitte.
Yin Und Yang, Gegenstück, ErgänzungDas große Yin wird durch die tiefer stehende Sonne, kurze Tage, Kälte und trübes Licht angezeigt. diese Veränderungen entsprechen dem Bild des großen Yin. In der Pflanzenwelt wirkt sich das große Yin  in der äußeren Erscheinung so aus: Bäume und oberirdische ausdauernde Pflanzen sind äußerlich starr und blattlos. Im Inneren haben sich Säfte und Wärme ins Mark und die Wurzeln zurück gezogen. Einige Tiere halten Winterschlaf. Auch da ist Körperwärme tief im Inneren gespeichert und die Aktivität (Yang) von Stoffwechsel und Blutkreislauf ist abgesenkt.

Wir Menschen haben als biologisches System ähnliche Anpassungen wie in der Tierwelt. Auch unserer Yang  zieht sich ins Innere zurück. In der TCM – Pulsdiagnose erscheint diese Zurückziehung des Yang  als veränderte Pulsqualität hin zu tief und kurz. Unser Organismus schützt sich vor äußerer Kälte, indem das Abwehr Qi – auch genannt Wei-Qi im Immunsystem eine unsichtbare Barriere aufbaut, um äußere pathogene Einflüsse wie Kälte und Krankheitserreger abzuwehren. Durch den Überschuss an Yin-Energie sind viele Menschen verstärkt ruhebedürftig, haben durch das tief verborgene Yang weniger Antrieb und mehr Appetit.

Die dunkle JahreszeitWinter, Baum, Outddor, Natur, Kälte kommt unserem natürlich angelegten biologischen Bedürfnis nach vermehrtem Schlaf und Ruhe in dieser Zeit entgegen. Historisch wurde im Winter noch bis ins frühe 19. Jahrhundert als Ausgleich zur langen Sommerzeit viel mehr geschlafen, auch notwendigerweise durch die damaligen Wohn- und Arbeitsbedingungen. Heute machen es flächendeckende Heizung und Beleuchtung möglich, Tag und Nacht zu arbeiten und die Freizeitbeschäftigungen ebenso zeitlich unbegrenzt auszudehnen. Auch unsere Ernährung entspricht leider nicht mehr den natürlichen Bedürfnissen, die unser Organismus in dieser Jahreszeit hat. Sommergemüse und Obst ganzjährig mögen ein großer Fortschritt sein, aber gesundheitsfördernd sind Tomaten, Erdbeeren und Kopfsalat im Winter nicht. Traditionell bestand  bei unseren Ahnen das Essen aus gehaltvollen Zutaten, die wärmend und nährend sind ( siehe meine Rezepte zur Winterzeit).

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Schlafrhythmus, Lebensweise und Ernährung an die Jahreszeit anzupassen – das ist auch heutzutage wünschenswert! Warum? Weil wir leistungsfähiger und gesünder bleiben, wenn wir uns bedarfsgerecht versorgen und leben. Das ist nicht schwer. Und gute Laune macht es auch!

Einen schönen Winterbeginn Ihnen / Euch Allen! Heilpraktikerin Christine Ackermann